Seiltanz ohne vertragliches Netz?

Seiltanz ohne vertragliches Netz?

2. Oktober 2011 - IT-Supporter sind wichtige Partner von Unternehmen, arbeiten in deren innersten und vertraulichsten Bereichen. Das ist riskant und braucht gute vertragliche Grundlagen.

von Ueli Grüter
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/10
Informationssysteme sind aus Sicht der Juristen insofern ein besonderes Gut, als sie per se instabil sind. Schuld daran sind jedoch nicht nur die Hersteller, sondern auch ihre Kunden, die von den Herstellern verlangen, dass sie ständig an die Grenzen des Möglichen gehen und liefern, bevor umfassend getestet wurde. Damit kommt vor allem bei der Anwendung von komplexer Informatik oder der Anwendung von Informatik in komplexer Umgebung der Frage, wer wann welche Mängel oder Störungen in welcher Zeit behebt, eine entscheidende juristische Bedeutung zu. Die Frage wird in einem IT-Support-Vertrag geregelt; auch Wartungs- oder Pflegevertrag respektive Maintenance-Vertrag genannt.

IT-Lieferung und IT-Support aus einer Hand

Generell ist es aus juristischer Sicht ratsam, Hard- und Software sowie den entsprechenden Support vom gleichen Lieferanten zu beziehen, da Lieferanten und Dienstleister im IT-Bereich die Tendenz haben, für Mängel und Störungen des Systems die jeweils anderen Komponenten verantwortlich zu machen.
Zweck des IT-Supportvertrages ist die Erhaltung der Funktionalität eines Informatik­systems unter definierten Einsatz- und Betriebsbedingungen. Zur Erfüllung dieses Zwecks sind verschiedene Leistungen notwendig, von der Problemanalyse, über die telefonische Beratung bis zum Eingriff ins System und zur Lieferung von Software (zum Beispiel Korrekturcodes). Die Leistungen können auftrags-, werkvertrags- oder lizenzrechtlicher Natur sein, werden jedoch in der Regel in einem einzigen Vertrag vereinbart.
 
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