Erste Schritte in die Cloud

Erste Schritte in die Cloud

5. März 2011 - Mit einem Hosted Service, der Spam-Nachrichten abfängt, bevor sie das Firmennetzwerk erreichen, wagt der Stanser Flugzeughersteller Pilatus erste Schritte in der Cloud.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/03
Seit vergangenem August werden sämtliche E-Mails an Pilatus Aircraft, einem weltweit tätigen Hersteller von einmotorigen Turboprop-Flugzeugen mit Hauptsitz in Stans, durch ein Rechenzentrum von Symantec geroutet. Dabei werden Spam sowie mit Viren verseuchte Nachrichten direkt dort abgefangen. Möglich macht dies der Hosted Service Symantec.cloud E-Mail Security.
Dabei hatte man beim Flugzeughersteller gar nicht aktiv nach einer Cloud-Lösung gesucht, wie Martin Näpflin, Leiter IT-Infrastruktur bei Pilatus, erklärt. Vielmehr habe die bislang inhouse eingesetzte E-Mail-Filtering-Lösung das Ende des Wartungsvertrages erreicht. Während der Evaluationsphase für das nächste System sei man von Symantec-Partner Ontrex, mit dem man in der Vergangenheit bereits mehrfach zusammengearbeitet habe, auf die Möglichkeit des Cloud-Services aufmerksam gemacht worden.

Skepsis am Anfang

«Am Anfang waren wir eher skeptisch», erinnert sich Näpflin. «Die IT-Mitarbeiter konnten sich nicht vorstellen, etwas aus den Händen zu geben, auch, weil wir mit dem eingesetzten System eigentlich zufrieden waren.» Ebenfalls für Zweifel sorgte der potentielle Verlust des internen unternehmerischen Know-hows: «Wir haben diesen Bereich aufgebaut und die Mitarbeiter entsprechend ausgebildet», erklärt der Leiter IT-Infrastruktur. Auch eine mögliche Abhängigkeit vom Dienstleister sorgte erst für Kopfschmerzen. Man sei dann aber zum Schluss gekommen, dass man den Spamschutz relativ schnell wieder inhouse betreiben könnte, falls Symantec den Service nicht mehr anbieten würde. «Es ist nicht so, dass erst ein grosses Projekt lanciert werden müsste, sondern wir müssten lediglich den E-Mail Filtering Service bei unserem Firewall-Hersteller abonnieren und die E-Mails auf unsere Firewall umrouten», so Näpflin, «natürlich rechnen wir aber nicht damit, dass dieser Fall eintritt.» Ein weiterer Punkt, der das IT-Team am Anfang zögern liess, war die Erfahrung, die man mit Auslagerungen in anderen Bereichen gesammelt hatte. So seien Änderungen oft nicht mehr so schnell möglich, wenn man etwas extern gebe. Man müsse also genug Vorlaufzeit einplanen.
 
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