IPv4 am Ende – kein Grund zur Panik

IPv4 am Ende – kein Grund zur Panik

5. März 2011 - Der IPv4-Adresspool ist seit einigen Wochen leer. Sorgen, nun keine IP-Adressen mehr zu erhalten, sind offenbar aber unbegründet. Die Provider haben vorgesorgt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/03
Anfang Februar machte die Meldung die Runde, wonach der globale IPv4-Adresspool nun definitiv leer sei und, dass die regionalen Internet Registries bis in einigen Monaten ihre verbleibenden IPv4-Adressen aufgebraucht haben. Bedeutet dies nun, dass bald keine IP-Adressen mehr bezogen werden können? Wie das kürzlich gegründete Swiss IPv6 Council in einer Mitteilung schreibt, werden die noch verbleibenden Adressen in den kommenden Monaten aufgebraucht sein – zuerst in Asien, dann in Europa und Nordamerika. Um den 1. Juli 2011 dürfte es soweit sein. Panik muss deshalb aber noch keine aufkommen, denn gerade grosse Provider haben ihren eigenen Vorrat an IPv4-Adressen.

Noch genügend Adressen

Cablecom beispielsweise weist auf Anfrage darauf hin, dass man als Tochtergesellschaft von UPC den Vorteil habe, auf einen grossen IPv4-Pool zurückgreifen zu können. Ausserdem helfe man sich unter den Tochtergesellschaften aus. «Wir gehen daher davon aus, dass unser IPv4-Pool erst Ende 2012 zur Neige gehen wird», so Marc Maurer, Mediensprecher Cablecom.
Swisscom gibt ebenfalls an, noch genügend Reserven an IPv4-Adressen zu besitzen, will aber keine genaueren Angaben dazu machen. Und auch Sunrise beruhigt: «Für die Kunden besteht kein Grund zur Sorge. Das zukünftige Kundenwachstum kann mittelfristig mit verfügbaren IPv4-Adressen abgedeckt werden», so Roger Schaller, Mediensprecher. Konkreter wird schliesslich Green.ch, das Vierte im Bund der von «Swiss IT Magazine» befragten Unternehmen.
 
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