«Wir sind zwar klein, aber sehr komplex»

«Wir sind zwar klein, aber sehr komplex»

6. Februar 2011 - Erich Schwab, CIO von PSP Swiss Property, erklärt, wieso man den Outsourcing-Vertrag mit Swisscom verlängert hat und welche Updates in diesem Jahr anstehen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Swisscom IT Services unterhält hundert IT-Arbeitsplätze von PSP Swiss Property einschliesslich Infrastruktur und Services. Der Betrieb beinhaltet die gesamte Server-Infrastruktur inklusive Citrix-Plattform und den Basisbetrieb der Client-Infrastruktur. Nun haben Sie den Vertrag, der seit 2003 läuft, bis 2013 verlängert. Wieso haben Sie sich dazumal für ein Teil-Sourcing entschieden?
Erich Schwab: PSP Swiss Property ist aus Turegum Immobilien, einer Tochtergesellschaft der Zurich Versicherung entstanden. Als wir eine eigenständige Firma wurden, mussten wir die IT neu organisieren. Bislang hatte sich die Zurich-IT um die Standards gekümmert. 2003 habe ich daher ein Pflichtenheft erstellt, worin festgehalten war, wie unsere IT massgeschneidert für uns gebaut werden sollte. Als Immobilienfirma haben wir viele spezifische Applikationen, die man nicht outsourcen kann, weil wir das dazugehörige Wissen inhouse brauchen. Standards hingegen wollten wir auslagern, da es nicht unser Ziel war, eine riesige IT aufzubauen.

Wieso fiel die Wahl schlussendlich auf Swisscom IT Services?
Wir haben ein Auswahlverfahren gemacht und uns die verschiedenen Anbieter angeschaut. Ausschlaggebend für die Entscheidung für Swisscom IT Services war vor allem, dass sie genau auf mein Modell eingestiegen sind. Grössere Anbieter wollten uns ihr Modell fast aufzwingen. Swisscom hingegen ist auf unsere speziellen Bedürfnisse eingegangen. Wir sind zwar klein, aber trotzdem sehr komplex und anspruchsvoll. Standards wie zum Beispiel das Netzwerk müssen wir nicht selber betreiben, auch Server-Spezialisten müssen wir nicht selber im Haus haben. Was wir aber inhouse haben wollen, sind eine Hotline und Applikationsspezialisten für die branchenspezifischen Programme wie die Liegenschaften-Software REM, Immopac und die Bauplanungs-Software Messerli und Abacus. Für die Betreuung dieser Applikationen braucht es vor allem branchenspezifisches Wissen sowie ein fundiertes Informatik-Know-how.

Hatten Sie am Anfang Bedenken bezüglich der Auslagerung?
Unsere Bedenken am Anfang waren, dass wir als PSP mit damals 200 IT-Arbeitsplätzen von der grossen Swisscom nur als kleine Nummer betrachtet werden. Die ersten vier Monate hatten wir etwas Anlaufschwierigkeiten. Die Bedenken haben sich dann aber schnell verflüchtigt. Eine solche Kooperation steht und fällt mit den Leuten, mit denen man zu tun hat. Und diese Zusammenarbeit hat sich sehr gut entwickelt. Wir haben seit dem Anfang fast immer die gleiche Betreuung, was hervorragend ist. Ich lege darauf sehr viel Wert. Die Leute, die unsere Server und Clients betreuen, kennen PSP seit sechs Jahren, wissen also über unsere Problematik und unsere Server Bescheid. Das hat unter anderem den
Vorteil, dass sie bei Störungen schnell reagieren können.


 
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