Erfolgreicher Lehrlingseinsatz – Beispiele aus der Praxis

Erfolgreicher Lehrlingseinsatz – Beispiele aus der Praxis

6. Februar 2011 - Von Betrieben die (noch) nicht ausbilden, hört man immer wieder, sie würden das wegen der hohen Kosten nicht tun, oder sie hätten keine Ausbildner. Man hat offenbar das Schulzimmer im Kopf. Dass man das auch anders tun kann, soll dieser Beitrag aufzeigen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Bis 2017 braucht die Schweizer Wirtschaft 72‘000 zusätzliche Fachleute. Wirtschaftlicher Aufschwung, technologische Veränderung und viele zu Pensionierende führen zu diesem Resultat. Rund 20‘000 Neuabsolvent/-innen werden in dieser Zeit ihre Ausbildung abschliessen. Weitere 20‘000 wandern aus dem Ausland zu, geht man vom Durchschnitt aller Wirtschaftszweige aus. 32‘000 aber bleiben ungedeckt. Mehr zu „importieren“ wird schwierig sein, da Bevölkerung und Politik kaum Verständnis dafür haben und immer argumentieren, die Informatik solle zuerst die eigenen Hausaufgaben machen. Mit 3.4 Lernenden auf 100 Informatiker/-innen ist die Ausbildungsquote deutlich unter dem Berufsmittel von 5.4. Wollen wir volkswirtschaftlich betrachtet nicht am eigenen Stuhlbein sägen und Aufträge exportieren, bleibt nur die Erhöhung des Ausbildungsbeitrages übrig.

Ausbildung von ICT-Lehrlingen wird zum Erfolg für alle Beteiligten

Lernende sind an zwei Tagen in der Berufsschule und erwerben dort die beruflichen Kompetenzen und das Allgemeinwissen, damit sie diese dann im Betrieb in betrieblicher Praxis umsetzen können. Rund 1500 der 2440 Lektionen, die in den vier Jahren anfallen, sind dem Beruf gewidmet. Applikationsentwickler/-innen geniessen so gegen 900 Lektionen Datenbank-, Programmier- und Projektmanagement-Unterricht. Bei Systemtechniker/-innen liegt das Schwergewicht in der Netz- und Serverwelt. Engagierte Lernende können in dieser Zeit sehr viel lernen.
Dank handlungsorientiertem Unterricht mit Aufgabenstellungen aus dem praktischen Umfeld führen sie diese Aufgaben auch konkret durch. Sie erlernen das Grundkonzept und üben es an einem Produkt. Zum Beispiel Modul 239 (einen Internet-Server in Betrieb nehmen): Es wird ein Linux- oder Windows-Server aufgebaut, die nötige Software installiert und das Zusammenspiel der Websites behandelt. Und mit dem Kompetenznachweis (der Modulprüfung) wird belegt, dass man das kann. Wie gut, sagt die Note.
 
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