Das Beste aus zwei Welten

Das Beste aus zwei Welten

6. Februar 2011 - Lacie und Wuala wollen Kunden in Zukunft eine Kombination aus NAS-System und Online-Backup anbieten. Was kann eine solche hybride Speicherlösung?
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Jede Firma, ja eigentlich jeder PC-Nutzer, braucht eine sichere, zuverlässige Speicher- und Backuplösung für wichtige Daten. Doch wie sieht eine optimale Stra-
tegie aus? Reicht eine externe Harddisk zur manuellen Datensicherung? Braucht man noch Magnetbänder? Oder gibt es sicherere Alternativen, die günstiger sind und weniger Aufwand erfordern?
Wenn man sich in kleinen und mittleren Unternehmen heute mit diesen Fragen auseinandersetzt, kommt man um die omnipräsenten Cloud- und Online-Backup-Lösungen (mehr dazu in unserer Marktübersicht ab Seite 62) nicht herum. Sie haben, bezogen auf das Thema Datensicherung, jedoch einen zwiespältigen Ruf: Es gibt seitens der potentiellen Nutzer nämlich grosse Bedenken, da die Daten extern, also nicht in der Firma selber, gespeichert werden.
Eine weitere Lösung, die es kleineren Unternehmen heute ohne grossen Aufwand möglich macht, unabhängige, externe Speicherkapazität in einem Firmennetzwerk bereitzustellen, heisst Network Attached Storage (NAS). Im Gegensatz zur Cloud kann ein NAS-System intern betrieben, also ins eigene Netzwerk eingebunden werden.
Beide Technologien haben heute ihre Daseinsberechtigung und erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, während Magnetbänder zur Datenspeicherung beispielsweise immer seltener werden.

Hybrides NAS-System

In jüngster Zeit hat ein neuer Trend eingesetzt: Hersteller kombinieren ihre NAS-Systeme mit Online- oder Cloud-Speicherlösungen. Zu den Vorreitern auf dem Gebiet dieser hybriden Speicherlösungen gehören Lacie und sein Schweizer Tochterunternehmen Wuala.
Laut Dominik Grolimund, Gründer und Geschäftsführer von Wuala, sind folgende Punkte für eine funktionierende Speicherlösung in Unternehmen von zentraler Bedeutung:
1. Die Datenspeicherung und -sicherung muss automatisch erfolgen, so dass man sich nicht manuell darum kümmern muss. Das erspart Arbeit und mindert das Risiko für Datenverlust. Am besten ist eine automatische, inkrementelle Sicherung bei jeder Änderung.
2. Die Daten müssen unbedingt zusätzlich offsite, also an einem anderen Ort als dem Firmenstandort gespeichert und gesichert werden. Das kann in einer anderen Niederlassung, auf einem zweiten Speichermedium oder aber in der Cloud, also im Rechenzentrum eines Dienstleisters, sein.
3. Die Sicherheit der Daten hat oberste Priorität. Deshalb müssen sie verschlüsselt werden und zwar nicht nur für die Übertragung, sondern bereits auf dem Computer des Benutzers, also Client-seitig, und das Passwort des Benutzers sollte dessen Computer nie verlassen.
Lacie und Wuala erfüllen heute bereits alle drei Aspekte. Was bisher noch fehlte, war jedoch eine Vernetzung all dieser Einzelkomponenten zu einem Ganzen. Daran arbeitet man laut Wuala-Gründer Grolimund nun seit ein paar Monaten intensiv. Das erste gemeinsam entwickelte Produkt, ein hybrides NAS-System, soll in Kürze auf den Markt kommen.
 
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