Niklaus meint: Unter Druck – Recovery failed

Niklaus meint: Unter Druck – Recovery failed

7. Februar 2011 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Keine fünf Kolumnen schreibe ich für das Swiss IT Magazine und da ist sie, die erste Schreibblockade. Ich soll zum Thema Backup einen originellen Artikel einsenden, meinte der Chefredaktor lapidar. Nur fällt mir dazu nichts ein. Ein schwarzes Loch. Bis zur letzten Minute schob ich die Kolumne auf und jetzt wünschte ich mir, ich hätte einen dieser klugen Ratgeber gelesen «Die Einsamkeit des Schreibers», «Erfolgreich gegen Schreibblockaden» oder «Unter Druck». Das bin ich jetzt, «Unter Druck», – genauso wie der IT-Verantwortliche, wenn am Wochenende die Firma einen Daten-Totalverlust erleidet und am Montag alles still steht.
Datenverlust kann richtig teuer und noch viel nervenaufreibender werden. Hinterhältigerweise ist es eine menschliche Angewohnheit, dass wir uns in guten Zeiten wenig um mögliche Probleme kümmern. «Einen Schreibratgeber brauche ich doch nicht» oder «Backups machen wir regelmässig». Sicher? Meine These: In 8 von 10 Firmen fehlt ein funktionierender Plan, welche Daten wo liegen und wie man sie am besten zurückholt.

Eine Wissenschaft für sich

So einfach sich «Backup» sagt, so schwierig ist es, eine gute Strategie zu wählen. Mit dem Preisverfall der Massenspeicher nimmt das Datenvolumen im Gleichschritt zu und die Herausforderung für ein erfolgreiches Backup wird grösser. Alleine die Mail-Flut zu speichern, kann Disks zum Bersten bringen. Welche Daten müssen wie lange aufbewahrt werden? Was passiert, wenn das Gebäude abbrennt? Wie löschen wir, was nicht mehr benötigt wird? Und was passiert mit all den Backup-Medien, wenn sie entsorgt werden? Kann da jemand einfach in die Mülltonne langen und hat dann die Akten von 40’000 Krankenkassenkunden in der Hand?
 
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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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