Sechs HDs im Test: Superspeed für externe Festplatten

Sechs HDs im Test: Superspeed für externe Festplatten

7. Februar 2011 - USB 3.0 verspricht stattliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber USB 2.0. Wir haben getestet, was die Technologie bei externen Festplatten in der Praxis bringt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01
Die Benchmark-Werte der Verbatim-Platte mit HD Tune.
Rund ein Jahr ist es jetzt her, seit die ersten Festplattenhersteller damit begonnen haben, externe HDs mit USB-3.0-Anschluss auszuliefern. Inzwischen haben praktisch alle namhaften Anbieter mindestens ein entsprechendes UBS-3.0-Modell im Portfolio, und auch eine stattliche Anzahl von aktuellen Rechnern ist heute mit einem USB-3.0-Port bestückt. Ausserdem gibt es für ältere PCs Erweiterungskarten, um sie für USB 3.0 fit zu machen.
Grund genug also, einen Stapel externe USB-3.0-Festplatten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Für diesen Vergleichstest haben wir je ein 2,5-Zoll-Modell der Hersteller Adata, Buffalo, Iomega, Lacie, Verbatim und Western Digital mit jeweils 500 GB Kapazität untersucht. Ausserdem haben wir für den Test noch eine herkömmliche USB-2.0-Platte von Iomega sowie ein externes USB-3.0-SSD-Laufwerk mit 64 GB von OCZ Technology hinzugezogen, um zu testen, wie die USB-3.0-Laufwerke im Quervergleich abschneiden.
Die rückwärtskompatible USB-3.0-Technologie verspricht in der Theorie, gegenüber USB 2.0 Daten mit bis zu 10-facher Geschwindigkeit zu transportieren. Die Anbieter der externen Festplatten geben derweil an, dass in der Praxis rund drei Mal höhere Transferraten erzielt werden können. Unser Test hat gezeigt, dass dieser Wert für Benchmark-Tests zwar stimmt, beim eigentlichen Kopieren von Daten aber noch andere Faktoren hineinspielen und der Tempogewinn nur unter bestimmten Umständen wirklich gross ist.
Wir haben den Test so aufgezogen, dass wir die Platten zum einen zwei verschiedenen Benchmark-Tests ausgesetzt und zum anderen aber auch den Zeitaufwand für verschiedene Kopiervorgänge gemessen haben. Hier haben wir zum ersten eine Bilderdatenbank mit fast 30’000 Files und 1 GB Speicherbedarf hin und her verschoben, zum zweiten ein einzelnes 3,5-GB-Zip-File durch das USB-3.0-Kabel gejagt und zum dritten einen bunt gemischten Ordner mit Dokumenten, Bildern und MP3s auf die HDs und zurück auf den Rechner verschoben. Fazit: Bei einem einzelnen Riesenfile wie unserer Zip-Datei macht sich die schnellere Leitung deutlich bemerkbar. Hier ist man mit USB 3.0 rund 2- bis 2,5-Mal schneller als mit USB 2.0. Bei Tausenden von kleinen Files hingegen ist der Tempogewinn marginal. Hier würde wohl erst der Einsatz von SSD einen grossen Gewinnsprung bringen. Leider konnten wir dies aber nicht testen, da sich das SSD-Laufwerk von OCZ mit unserem Asus-Test-Notebook (oder dem sich darauf befindenden Windows 7) partout nicht verstehen wollte. Dazu später aber mehr.
 
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