Kinder programmieren an der ETH Zürich

Kinder programmieren an der ETH Zürich

26. November 2010 - Kinderuniversitäten sind im Aufschwung. Sie sollen u.a. Freude an Naturwissenschaften, Technik oder gar Informatik wecken. Solche Lehrveranstaltungen gelten als anspruchsvoll, denn schwierige Sachverhalte müssen stufengerecht erklärt werden. Das gilt besonders für Programmierkurse für Kinder, die nach wie vor Seltenheitswert haben.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/12

Der vierteilige Kurs „Programmieren ab 10 Jahren“ an der ETH Zürich platzte in diesem Jahr aus allen Nähten. An der von Juraj Hromkovic geleiteten Lehrveranstaltung hatten sich über 120 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben. Die Kinder lernen nicht nur grundlegende Programmierkonzepte und die Steuerung von Maschinen, sondern üben auch die in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern übliche exakte Vorgehensweise. Sie setzen sich zudem mit dem Prinzip der Modularität auseinander, das im Ingenieurwesen für den Entwurf komplexer technischer Systeme ausschlaggebend ist.


In einem freiwilligen Wettbewerb haben 25 Kinder mithilfe der Programmiersprache Logo eine Schildkröte gezeichnet. Für das Gemälde stand ihnen nicht etwa ein Grafikprogramm zur Verfügung, sondern sie mussten eine Fülle von selbst entwickelten Befehlen eingeben. Die Ergebnisse sind verblüffend und zeugen von der schöpferischen Fantasie der Kinder. Die drei Besten sind (jeweils in alfabetischer Reihenfolge) Samuel Riedener (14 Jahre, Grub AR), Corina Strässler (12, Freienstein ZH) und Mike Tschümperlin (15, Brunnen SZ). Die nächsten beiden Plätze belegen Jeremias Baur (9, Zürich) und Jennifer Tschümperlin (13, Brunnen SZ). Auf den nächsten fünf Rängen folgen Lukas Berner (11, Bülach ZH), Erdem Bondan (10, Zürich), Fabian Landis (11, Bonstetten ZH), Jan Schär (12, Schönenwerd SO) und Luke Stampfli von der Primarschule Steiacher Brüttisellen ZH). Die Orte geben die Wohnorte der Begleitpersonen wieder.


Der Kurs beweist, dass bereits Primarschülerinnen und -schüler programmieren können. Nicht umsonst ist in zahlreichen osteuropäischen Ländern Informatik an der Volksschule ein Pflichtfach. Die besten Arbeiten werden mit einem Preis bedacht.


Informationen zum Anlass: www.abz.inf.ethz.ch/openclass



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