Microsoft setzt auf Sender ID

Nach grossen E-Mailprovidern wie AOL und GMX setzt nun auch Microsoft auf Sender ID.
26. Juli 2004

     

Spam mit gespooften E-Mailadressen ist eines der grösseren Probleme im Rahmen der gesamten Spam-Problematik. Um diesem beizukommen, setzt nach AOL und GMX nun auch Microsoft auf die Verifikation der Absenderadresse mit Hilfe von Sender ID. Microsoft wird ab dem 1. Oktober sowohl für Microsoft.com als auch für ihren E-Maildienst hotmail.com die IP-Adresse des versendenden Servers mit den Sender-ID-Einträgen im DNS vergleichen. Stimmt die IP-Adresse mit den Sender-ID-Einträgen nicht überein oder werden keine Sender-ID-Einträge gefunden, wird die Nachricht direkt an die Spam-Filter zur weiteren Inspektion weitergegeben.



Sender-ID basiert auf dem von Microsoft entwickelten Caller-ID und dem Sender Policy Framework von Meng Weng Wong und ist auf dem Weg, die Prüfung zur Standardisierung der Internet Engineering Task Force zu passieren. Die Technologie sieht unter anderem zusätzliche Einträge im DNS vor, die besagen, welche IP-Adressen ("E-Mail-Server") für eine Domain E-Mails versenden dürfen. Verschickt nun ein Spammer eine Nachricht mit der Absenderadresse @hotmail.com von einem anderen als den spezifizierten Rechnern aus, kann nun der empfangende E-Mailserver erkennen, dass die Nachricht nicht wirklich von Hotmail stammt, was bisher nicht möglich war.




Experten raten allerdings momentan noch vom Einsatz ab, bis eine abschliessende RFC publiziert wurde. Denn das Weiterleiten von E-Mails untergräbt die Sender-ID-Methode, was dazu führt, dass man im Zweifelsfall die Nachrichten annehmen muss und nicht abweisen kann, wie dies von der Technologie eigentlich geplant ist.


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