Tele2 klagt über Deregulierungstempo in der EU

Als Hauptgründe für mangelndes Tempo werden fehlende personelle Ressourcen oder schlichtes Desinteresse ausgemacht.
1. Dezember 2003

     

In einer interessanten Studie vergleicht Tele2 den Stand der Deregulation der Telekommunikationsmärkte in verschiedenen Ländern der EU, mit speziellem Augenmerk auf die Gebiete "Letzte Meile", Pre-Selection, ADSL und MVNO (Mobile Virtual Network Operator). Tele2 beklagt darin, dass die Deregulation weitherum nicht vom Fleck komme.

"Viele der EU-Empfehlungen warten in den Mitgliedsstaaten noch immer auf die Umsetzung. Grund dafür sind die personellen Ressourcen der Reglementierungs-Behörden oder in einigen Fällen mangelndes Interesse", meint dazu Jan Tjernell, Director of Regulatory Affairs bei Tele2.


Tele2 sieht sich ja gerne als grosser Herausforderer der alteingesessenen Telcos und ihrer Monopole. Die Studie unter dem bezeichnenden Titel "Tele2 - the monopoly challenger" hat denn auch gleich Tips parat, wie die EU die Situation verbessern sollte. Interessierte können sie unter www.tele2.com herunterladen.

In der Schweiz hat Tele2, wie die "Basler Zeitung" kürzlich berichtete, bereits Anfang Oktober bei der Kommunikationskommission (ComCom) eine Klage gegen Swisscom im Zusammenhang mit deren Monopol bei der letzten Meile eingereicht. Die Schweiz wird allerdings – als Nicht-EU-Mitglied – in der Studie nicht näher behandelt.


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