Stand-by-Verbrauch der meisten Geräte zu hoch

Rund drei Prozent des gesamten westlichen Stromverbrauchs wird von Geräten im Stand-by-Modus verschwendet.
11. März 2002

     

Ohne in Betrieb zu sein, verbrauchen elektrische und elektronische Geräte durch Stand-by Strom. In den westlichen Ländern betragen diese Verluste rund drei Prozent des gesamten Stromverbrauches. Eine weltweite Initiative will nun die Hersteller bis 2010 dazu animieren, nur noch Geräte auf den Markt zu bringen, die im Stand-by maximal ein Watt Strom verbrauchen. Das Projekt wurde im Rahmen des World Energy Globe Award prämiert.
Benoit Lebot von der Internationalen Energy Agency erklärt: "Australien und die USA haben den Vorschlag aufgenommen. Unternehmen wie Sony und IBM bringen nur noch Geräte mit geringerem Stand-by-Verbrauch auf den Markt." Darüber hinaus arbeite die Europäische Kommission an einem Code-of-Conduct und einem gemeinsamen Label, das energiesparende Geräte erhalten solle.
Bei Untersuchungen in Haushalten ergab eine Studie, dass die Anzahl von Geräten, die Stand-by-Strom verbrauchen, immer größer wird. Computer, TV-Geräte, Videorekorder, portable Telefone und Stereoanlagen verfügen über einen Stand-by-Modus. Im Durchschnitt liegen die Verbrauchswerte bei ein bis 30 Watt.
In einem typischen Haushalt in Japan oder Dänemark betragen die Stand-by-Verluste aber tatsächlich schon zehn Prozent des gesamten Strombedarfs. In Australien liegen diese Zahlen sogar bei 12 Prozent. Grund dafür sind auch einige Heizgeräte, die mit Thermostaten im Stand-by-Betrieb arbeiten.
"Das Problem ist so dringlich, dass es eigentlich nicht mehr länger auf die lange Bank zu schieben ist. In der Zwischenzeit betrifft es nämlich auch schon Entwicklungsländer", so Lebot. An der technischen Durchführbarkeit mangle es jedenfalls nicht.


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