Ein Server für alle

Ein Server für alle

27. Januar 2006 - Wer seinen Webserver auswärts hosten lässt, fährt meist günstiger. Eine schnelle symmetrische Internet-Anbindung braucht›s für bandbreitenintensive Anwendungen aber trotzdem.
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/02

Ein dedizierter Webserver im eigenen Haus lohnt sich heute nur noch für die allerwenigsten Unternehmen. Der Aufwand für die Infrastruktur – von der Standleitung über den eigentlichen Server bis zu den Backup-Ressourcen für Notfälle – ist meist schlicht zu hoch. Auf der anderen Seite werden die Angebote der zahlreichen Hoster im In- und Ausland stetig günstiger. Wie unsere grosse Marktübersicht ab Seite 36 zeigt, bieten deutsche Dienstleister einen Managed Server bereits ab 50 Euro, während Root-Server sogar schon für wenig über 30 Euro zu haben sind – auch für Schweizer Kunden.
Doch auch wenn die niedrigen Kosten locken, ganz so einfach ist der virtuelle Umzug nach Deutschland nicht: Insbesondere, wenn Waren und Dienstleistungen auch für deutsche Konsumenten angeboten werden, drohen rechtliche Fallstricke, wie unser Interview (ab Seite 35) mit dem Berliner Rechtsanwalt und Experten für Internet-Recht Michael Seidlitz zeigt.


Nur fünf Schweizer Qualitäts-Hoster

Während deutsche Hosting-Anbieter vor allem auf einen günstigen Preis setzen, gehen Schweizer Hoster mit einem Qualitätssiegel auf Kundenfang. Seit Herbst letzten Jahres wird das von der SIMSA initiierte Qualitätslabel «Swiss Quality Hosting» angeboten. Bisher hat sich der Erfolg allerdings in Grenzen gehalten – zu den fünf schon zum Start zertifizierten Anbietern hat sich bislang kein weiterer gesellt. Entwickelt sich das Qualitätssiegel zum Flop? Im Gegenteil, erklärt SIMSA-Vizepräsident Rolf Auf der Maur im Interview mit InfoWeek: Das Feedback der zertifizierten Hoster sei sehr positiv, aber man müsse das Label noch besser im Bewusstsein der Kunden verankern. Welche Massnahmen die SIMSA für dieses Jahr plant, warum ein Qualitätssiegel nötig ist und ob zertifizierte Schweizer Hoster tatsächlich besser sind als ihre Kollegen im Ausland, lesen Sie ab Seite 30.

 
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