Mit Multimedia mehr Pep für die Unternehmenskommunikation

Mit Multimedia mehr Pep für die Unternehmenskommunikation

1. Februar 2002 - Multimedia ist nicht nur für End-User interessant – auch Firmen können multimediale Technologien mit einigem Gewinn einsetzen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/04

Multimedia ist eines der ganz grossen Schlagworte des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Wer etwas auf sich hält, ist multimedial. Wie aktuelle Untersuchungen zeigen, nutzen bereits rund 25 Prozent der grössten Unternehmen digitale Medien für ihre Business-Kommunikation.



Möglich macht das das Internet respektive die Vernetzung von Computern ganz generell. Dieser Kommunikationskanal eröffnet neue Perspektiven, indem er buchstäblich jedermann offensteht und traditionelle Anwendungen mit beispiellos tiefem Aufwand ermöglicht. Gleichzeitig bietet die Nutzung von Computern und digitalen Technologien faszinierende, interaktive Anwendungsmöglichkeiten, die mit herkömmlichen Mitteln entweder technisch oder finanziell kaum machbar wären.


Internet-TV: Die Zukunft der unternehmensinternen Information

Eine sehr vielversprechende Möglichkeit, die bisher vor allem aus Kostengründen nur für ganz wenige Firmen nutzbar war, ist das Produzieren von eigenen TV-Sendungen oder Videos. Das Internet hat dies geändert: Heute kann prinzipiell jedermann eine "Fernseh-Show" auf die Beine stellen, er braucht dazu nicht mehr als eine Videokamera, einen Server sowie die geeignete Software. Und als Grundlage natürlich das Netz, über das die Produktion ausgestrahlt wird.



Die Einsatzmöglichkeiten für solches Corporate TV, das je nach Zielgruppe über das Internet oder im Intranet ausgestrahlt wird, sind äusserst vielfältig. Das Spektrum reicht von Firmennachrichten, was eher für grosse, global operierende Unternehmen interessant sein dürfte, über Produkte-News und -Präsentationen bis hin zu Vorführungen zur Mitarbeiterschulung. Weitere denkbare Möglichkeiten sind die Live-Übertragung von wichtigen Anlässen, Talk-Runden und Marketing-Events oder die Verbreitung von Medieninformationen. "Internet-TV gehört die Zukunft", erläutert Horst Fuhrmann, Geschäftsleiter des Internet-TV-Spezialisten Skypro. "Die Technologie ist ausgereift und bietet ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis."



Die Vorteile von Corporate TV per Inter- oder Intranet liegen auf der Hand: Audiovisuelle Information ist nach dem persönlichen Kontakt die unmittelbarste, natürlichste Kommunikationsform und kann Emotionen transportieren. Ausserdem funktioniert sie weltweit und ist dank dem Internet einigermassen kostengünstig realisierbar. Dazu kommt schliesslich, dass Fernsehen als Medium eine vergleichsweise grosse Glaubwürdigkeit besitzt.



Trotzdem wird Corporate TV in der Schweiz bisher nur spärlich eingesetzt. "Für den grossen Durchbruch", so Fuhrmann, "fehlen derzeit noch die Infrastruktur bei vielen potentiellen Nutzern sowie die Akzeptanz bei den Anbietern, den Firmen. Die vielfältigen Möglichkeiten und Vorteile, die Internet TV bietet, sind schlicht noch zuwenig bekannt."



Die Sendungen lassen sich je nach Einsatzbereich und Kommunikationsziel vorproduzieren, schneiden und mit Effekten anreichern, können genausogut aber auch live aufgezeichnet werden. Die Live-Übertragung wiederum erlaubt unter Umständen den Zuschauern, interaktiv das Geschehen zu beeinflussen, indem beispielsweise auf bestimmte Äusserungen direkt reagiert wird, Fragen gestellt, die umgekehrt sofort beantwortet werden können.



Ähnliche Vorteile bietet der Einsatz von audiovisuellen Mitteln im Schulungsbereich, wie Fuhrmann erklärt: "Der Anwender profitiert von einer wesentlich höheren Flexibilität - er kann quasi frei wählen, wann und in welchem Tempo er den Lernstoff durcharbeitet. Und er kann die Lektionen jederzeit wiederholen. Der Anbieter, also beispielsweise das Unternehmen, das die Schulung für seine Mitarbeiter durchführt, profitiert von wesentlich tieferen Kosten."



Nicht zu vergessen ist schliesslich die Zweitverwendungsmöglichkeit und Konservierbarkeit von Firmen-TV-Ausstrahlungen. Die digitalen Sendungen lassen sich (bearbeitet oder nicht) speichern und als Kopie auf Videokassette, CD oder als Video-On-Demand beispielsweise im Intranet zur Verfügung stellen. Interessenten können damit jederzeit auf die Sendungen zugreifen und erhalten so weiterhin Informationen aus erster Hand.



Natürlich hat Fernsehen per Internet auch Nachteile: An vorderster Stelle stehen dabei nach wie vor die relativ geringen Bandbreiten im Internet, die zu ruckelnder Bildübertragung und mitunter auch Kompressionsverlusten führen kann. Wirklich gute Qualität wird nach wie vor nur im Breitband-Intranet erreicht. Dank der zunehmenden Verbreitung von DSL- und Kabelmodem-Technologien dürfte sich das aber bald ändern.



 
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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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