Manager geben MIS gute Noten

Manager geben MIS gute Noten

30. April 2004 - Schweizer Grossunternehmen sind mit ihren Management-Informationssystemen zufrieden. Künftig dürften auch KMU von Excel auf professionelle Systeme umsteigen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2004/09

Management-Informationssysteme (MIS) sind reifer geworden. Dieser klare Schluss kann aus einer Studie des Instituts für Rechnungswesen und Controlling der Universität Zürich und der Berater von KPMG gezogen werden. Demnach sind heute in den grösseren Schweizer Unternehmen rund 90 Prozent der Anwender mit der Leistung ihrer MIS zufrieden. Das war nicht immer so: In bezug auf ihr Kürzel waren sie lange als Miss-Management-Informationssysteme verschrien. Der in seiner Klarheit überraschende Befund findet sich in der Studie «Früherkennung und Überwindung von Unternehmenskrisen», für die KPMG Schweiz und das Institut für Rechnungswesen und Controlling der Universität Zürich schriftlich die CEOs der gemäss der Top-500-Liste der Handelszeitung 500 grössten Schweizer Unternehmen befragt haben. Die Rücklaufquote betrug dabei fast 30 Prozent.


Bei den Grossen Standard

Gemäss der Studie ist der Einsatz eines MIS in grossen Firmen heute praktisch Standard. 86 Prozent der Antwortenden nutzen demnach Informatiksysteme, die relevante Unternehmensdaten sammeln, aufbereiten und dem Management stufengerecht zur Verfügung stellen. Für Christian Kunz, der sich bei KPMG als Berater mit MIS befasst, ist dieser Wert auf den ersten Blick überraschend hoch. Aber es sei halt auch eine Frage, was man unter einem MIS genau verstehe. Er treffe in der Praxis viel Handgestricktes auf Excel-Basis an, so seine Erklärung. Bei den ganz grossen Unternehmen sind, laut Kunz, allerdings mehrheitlich integrierte Systeme im Einsatz. Und der Bedarf nach zeitnahen Informationen steigt auch bei den Mittelständlern. So muss beispielsweise ein Zulieferer heute schnell entscheiden, was eine Preisvorgabe eines grossen Herstellers für die Firma bedeutet, so Kunz. Auch der Mittelstand werde unter diesem Echtzeitdruck immer professioneller, was die Unternehmensführung angeht. Die Zeiten, in denen man noch mit Informationen aus der Vergangenheit, die vom Treuhänder geliefert wurden, habe planen können, sind demnach zumindest für Firmen, die im internationalen Konkurrenzkampf stehen, vorbei.

 
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