Sony Ericsson P900: Solide Weiterentwicklung zu hohem Preis

Sony Ericsson P900: Solide Weiterentwicklung zu hohem Preis

9. Dezember 2003 - Beim P900 von Sony Ericsson wurden gegenüber dem Vorgänger vor allem Tastatur und Display verbessert. Softwarefehler beeinträchtigen den guten Gesamteindruck.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/22

Auf den ersten Blick hat sich bei Sony Ericssons Smartphone P900 gegenüber dem Vorgänger P800 nur wenig verändert. Ein besseres Display und die Videofähigkeit sind dazugekommen. Beim näheren Betrachten kommen aber noch einige erfreuliche Verbesserungen zum Vorschein. Ein Meilenstein in Sachen Smartphone, wie es das P800 war, ist das P900 aber sicher nicht, viel eher eine solide Weiterentwicklung.



Die auffälligste Änderung betrifft Farbe, Tastatur und Display. Statt Pastelltönen, die wohl für manchen Manager eine Spur zu metrosexuell waren, sind jetzt metallene Grautöne angesagt. Diese verstärken den Eindruck einer besseren Verarbeitung. Vor allem die Tastatur kommt denn auch einiges weniger zerbrechlich und besser bedienbar daher. Das Display verfügt - wie bei High-End-Phones seit einem halben Jahr üblich - über eine Farbtiefe von 65'536 Tönen. Die Auflösung von 208x320 Pixel ermöglicht vor allem in der Breitbilddarstellung überraschend gute Video-Wiedergaben. Zudem sind mit dem P900 auch Video- und Tonaufnahmen möglich, soweit der Speicher reicht. Eine Minute Video frisst dabei etwa ein 1 MB Speicherplatz.


Beeindruckende Funktionspalette

Überzeugend ist die eigentliche Kernfunktion des Smartphone. Die Tonqualität ist überdurchschnittlich; auch wenn man schnaufend durch windige Gassen hetzt, bleibt man für seinen Gesprächspartner klar verständlich.



Die Funktionspalette des P900 ist beeindruckend. Das sowohl über Stift als auch über Jog-Dial und Tastatur bedienbare Gerät enthält praktisch alles, was heute in einem Handy untergebracht werden kann. Die Jog-Dial-Technik - ein mit drei Funktionsmöglichkeiten (Menüaufruf, Rückwärtsblättern, Enter) erweitertes Rändelrad - erlaubt ein schnelles Surfen durch die Bedienungsebenen analog zur PC-Maus.



Im Stifteingabemodus wirkt sich die durch das Rad vorgegebene Listenanordnung der Menüpunkte allerdings negativ aus, weil dadurch im Grundmenü nicht alle Applikationen auf einer Seite Platz finden. Warum das Gerät im aufgeklappten Modus nicht einfach automatisch in eine Symboldarstellung umstellt, damit alle Menüpunkte auf einem Bildschirm Platz finden, bleibt schleierhaft.

 
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