GPS schnell ausgetrickst


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2008/19

     

Die Positionsinformationen des GPS werden nicht nur zur Steuerung von Flugzeugen oder Autos verwendet, sondern kommen auch zur Überwachung im Strafvollzug zum Einsatz. Angesichts solch sensibler Einsatzgebiete sollte man meinen können, GPS sei sicher. Weit gefehlt. Während die militärische Variante verschlüsselt ist, werden bei der zivilen die Daten nach wie vor im Klartext versendet. Wissenschaftler von der Virgina Tech und der Cornell University haben nun ein Gerät gebaut, das diese Schwäche ausnutzt und im Handumdrehen Geräte mit falschen Positions­angaben versorgt.

Dazu muss es sich nur in Reichweite des Empfängers befinden und eine Zeit lang die gültigen Antworten der Satelliten einfach weiterleiten. Sobald sich das Empfangsgerät auf die präparierte Zwischenstation als stärksten Sender eingestellt hat, kann es beginnen, beliebige Positionsdaten an den Empfänger zu senden, der diese klaglos akzeptiert. Als Gegenmassnahme empfehlen die For­scher, Geräte zumindest mit mehreren Antennen auszustatten. Damit liesse sich erkennen, dass das falsche Signal aus nur einer Quelle stammt.




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