Mit AJAX gegen Microsoft


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2005/18

     

Microsofts Desktop-Dominanz soll es an den Kragen gehen. Dies ist das Ziel von Scott Dietzen, Präsident des Messaging Start-ups Zimbra, der letzte Woche die erste Beta der gleichnamigen webbasierten
Groupware-Suite vorgestellt hat. Im Gegensatz zur Outlook-Exchange-Kombination sitzt die Open-Source-Lösung von Zimbra komplett auf dem Server. Die Bedienung erfolgt über ein Webinterface, das anders als herkömmliche Weboberflächen ein Desktop-ähnliches Bedienungsgefühl bietet und über kontextsensitive Funktionen verfügt. Zudem ist die Lösung für die Anwender plattformunabhängig – ein moderner Browser von Microsoft oder von der Mozilla Foundation reicht für die Bedienung aus. Diese Vorteile sind für Dietzen, dem 16 Millionen Dollar an Venture Kapital zur Verfügung stehen, der Schlüssel zum Erfolg, da auf dem Desktop bereits Microsoft Office sitzt und zudem Innovation dort nicht so leicht möglich ist wie im Web. Mit einer Weblösung und mit Hilfe von Austauschformaten wie XML können Applikationen wie Zimbra problemlos mit anderen Programmen verbunden werden, egal ob es sich nun um eine webbasierte Projektmanagementsoftware, Skype oder Google Maps handelt, das zu jeder Adresse beispielsweise die passende Karte anzeigen kann.
Möglich macht dies eine über fünf Jahre alte, bis zum letzten Jahr aber stiefmütterlich behandelte Technologie namens AJAX, das für Asynchronous Javascript and XML steht. Es basiert im Gegensatz zu herkömmlichen Webseiten auf einem anderen Request-Response-Modell, bei dem das regelmässige Neuladen der Website entfällt, wenn zusätzliche Daten angefordert werden.




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