Fünf Funker im Entwurfsmodus

Fünf Funker im Entwurfsmodus

21. Juni 2007 - Auch wenn der nächste WLAN-Standard 802.11n noch nicht einmal in Stein gemeisselt ist, gibt es passende Geräte bereits zu kaufen. Wir verraten, was sie leisten und ob sich ihr Kauf lohnt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2007/12

43 Prozent der Schweizer benutzen gemäss Studien privat bereits ein WLAN, und auch in Firmen wird das Drahtlos-Netzwerk immer populärer. Schliesslich bietet es nicht nur kabellosen Internetzugang, sondern kommt auch für VoIP-Telefone immer mehr in Mode. Nicht zu unterschätzen ist der Bedarf nach drahtloser Bandbreite in immer mehr Wohnzimmern, wenn dank Windows Media Center, Apple TV und Co. Computer und Fernseher langsam, aber sicher zusammenwachsen.
Es ist also kein Wunder, wenn sowohl die Anwender wie auch die Industrie nach einem neuen WLAN-Standard gieren, der höhere Bandbreiten als die aktuelle Version IEEE 802.11g aus dem Jahr 2003 bietet. Denn 802.11g bringt es netto im besten Fall auf gut 20 Mbps, was mit Ach und Krach für die Übermittlung eines High Definition Video Streams reicht – und das auch nur, wenn man mit dem Empfänger direkt vor dem Access Point steht.


Doppelte Leistung

Abhilfe soll IEEE 802.11n schaffen, der seit Anfang 2004 in Vorbereitung ist und unter anderem dank der Nutzung mehrerer Sender und Empfänger (MIMO, Multiple Input Multiple Output) die verfügbare Bandbreite und Reichweite drastisch erhöhen soll. Versprochen werden Brutto-Datenraten bis zu 300 Mbps. Doch der Standardisierungsprozess wird frühestens im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein – und so lange wollten die wenigsten Hersteller warten, nachdem die ursprüngliche Zeitplanung bereits zum jetzigen Zeitpunkt fertige Geräte vorsah.
Bereits im letzten Jahr gab es erste Geräte, die auf einer Vorversion von 802.11n basierten, und in den letzten Wochen kam ein neuer Schwung auf den Markt, der auf dem ersten offiziell abgesegneten Entwurf von 802.11n von Januar 2007 basiert und darum das Label «Draft-N» (oder ähnlich) trägt. Selbst Intel hat vor wenigen Wochen die aktuelle Version der Centrino-Plattform mit einem Draft-N-Modul versehen. Auf diese Weise können die Anwender bereits heute den WLAN-Standard von morgen verwenden.

 
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