Gleicher Sound für alle


Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2004/15

     

Soundtechnologien wie Dolby Sourround versprechen schon seit Jahren realistischen Raumklang für den Kinobesucher und das Pantoffelkino. Doch dies wird bislang nur in optimaler Position zu den Lautsprechern Realität. Für das Kino bedeutet dies zum Beispiel, dass nur ein Bruchteil der Besucher in optimalen Sound-Genuss kommt. Karlheinz Brandenburg, seines Zeichens Entwickler des Audioformats MP3 und Leiter des Fraunhofer Instituts Digitale Medientechnologie, hat nun in Hollywood ein Soundsystem vorgestellt, das diese Scharte auswetzen soll. Iosono, so der Name des neuartigen Systems, soll den Raumklang in gleicher Qualität auf alle Plätze eines Kinos transportieren. Das System arbeitet mit dem Prinzip der Wellenfeldsynthese, deren Grundlage in den 80er Jahren in den Niederlanden gelegt wurde. Sie ermöglicht es, Wellenfronten von Schallquellen oder Schallfeldern mit Hilfe eines linearen Lautsprecher-Arrays realitätsnah nachzubilden. So ist man in der Lage, Klangeffekte im Raum zu positionieren. Um dies zu ermöglichen, muss der gesamte Wiedergaberaum mit Lautsprechern ausgestattet sein. Zudem wird eine Menge Rechenpower benötigt: Bei einer Demonstration wurden sage und schreibe acht Pentium-4-Rechner benötigt, um die Effekte zu errechnen. Da verwundert es wenig, dass eine derartige Technik bisher undenkbar war.






Als Einsatzgebiete schweben den Entwicklern nicht nur das Kino, sondern auch Konzerte oder spezielle Installationen vor, welche den Besuchern ein neuartiges Klangerlebnis vermitteln wollen.





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