Günstiger Einstieg zum Mietserver

Günstiger Einstieg zum Mietserver

2. Februar 2007 - Wem Shared Hosting zu wenig Flexibilität oder zu wenig Leistung bietet, erhält für rund 100 Franken pro Monat einen dedizierten Server.
Artikel erschienen in IT Magazine 2007/02

Vergleicht man den Markt an Mietservern in der Schweiz mit demjenigen in Deutschland, geht es hierzulande vergleichsweise beschaulich zu. Dies illustriert ein Vergleich mit der InfoWeek-Marktübersicht von vor zwei Jahren: Während jenseits des Rheins mit hoher Kadenz aufgerüstet wird, hat sich die Konfiguration des durchschnittlichen Einstiegsservers hierzulande nur marginal verändert. Als Prozessor kommt nach wie vor meist ein Intel Celeron mit einer Taktfrequenz zwischen 2 bis 3 GHz zum Einsatz. Die RAM-Ausstattung hat sich über die Jahre nur auf 512 MB bis 1 GB verdoppelt, ebenso die Festplatten-Kapazität auf 80 GB. Nur noch wenige Anbieter statten ihre Maschinen mit 256 MB RAM oder 40-GB-Festplatten aus, die vor zwei Jahren State of the art waren. Gleich geblieben ist auch der Einstiegspreis, der meist um 100 Franken liegt. Stark erhöht wurde bei fast allen Anbietern dagegen das Transfervolumen.




Damit taugen die Einstiegsserver vor allem als Shared-Hosting-Ersatz, wenn die Leistung nicht mehr ausreicht oder mehr Flexibilität, beispielsweise zum Betrieb von speziellen Applikationen auf Basis von Ruby on Rails oder TurboGears, benötigt wird. Wer Dutzende Besucher pro Minute mit einer ressourcenintensiven Applikation bedienen muss, wird meist zu besser ausgestatteten Maschinen greifen müssen, die allerdings auch entsprechend teuer sind. Für ein Dual-Xeon-System mit 2 GB-RAM und einem 250-GB-RAID-1 müssen schnell einmal 300 bis 400 Franken pro Monat eingeplant werden.




Wer auf gute Erreichbarkeit und wenig Ausfallzeiten angewiesen ist, sollte darauf achten, möglichst viele Aufgaben am Server selber erledigen zu können. Dazu gehören nicht nur das nötige Know-how, sondern auch geeignete Werkzeuge: Remote Reboot und Rescue-System. Während man mit Hilfe eines Remote Reboot, bei dem ein Reset beispielsweise über eine schaltbare Steckdosen-Leiste ausgelöst wird, abgestürzten Systemen wieder Leben einhauchen kann, helfen Rescue-Systeme, die meist Minimal-Systeme über das Netzwerk booten, Fehlkonfigurationen oder schwerwiegende Defekte zu beheben – man denke an fehlgeschlagene Kernel-Updates. Bei den meisten Anbietern sind Remote Reboot und Rescue-Systeme bei den Einsteigerangeboten, wenn überhaupt, nur optional oder auf Anfrage erhältlich. Hier ist man auf einen zuvorkommenden und vor allem kontinuierlich verfügbaren Support angewiesen, der für einen im Notfall die Kohlen aus dem Feuer holen kann. Teurere Angebote bringen Remote Reboot und Rescue-Systeme dagegen meist mit.



Mietserver für Einsteiger

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