Weko versus Telkos

Weko versus Telkos

8. Dezember 2006 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/22

Die Schweizer Wettbewerbskommission Weko kommt in einem Gutachten zum Schluss, dass die Schweizer Mobiltelefonie-Anbieter Swisscom, Orange und Sunrise zu hohe Terminierungsgebühren verlangen. Diese seien im Vergleich zu anderen Ländern Europas mit 20 bis 30 Rappen pro Minute zu hoch. Gleichzeitig hält sie fest, dass die drei Anbieter für die Terminierung von Anrufen in ihr Mobilfunknetz über eine marktbeherrschende Stellung verfügen. Damit macht sie den Weg für eine staatliche Preisfestsetzung frei, bei der die Kommunikationskommission die Terminierungspreise, die anfallen, wenn ein Kunde von Carrier A bei einem Kunden von Carrier B anruft, selber festlegen und dann den Anbietern vorschreiben kann.
Parallel dazu teilte die Weko mit, dass sich auch eine weitere Untersuchung bezüglich der «Missbräuchlichkeit der Terminierungsgebühren» im Endstadium befinde, die bereits im Oktober 2002 begonnen wurde. Sollte sie in der Untersuchung feststellen, dass die Anbieter nicht nur marktbeherrschend sind, sondern ihre Marktkontrolle auch zum eigenen Vorteil ausgenutzt haben, drohen saftige Bussen. Wie diese Bussen aussehen können, musste bereits im Frühling dieses Jahres Swisscom Mobile erfahren: Die Weko stellte fest, die Swisscom-Tochter habe ihre marktbeherrschende Stellung zwischen dem 1. April 2004 und dem 31. Mai 2005 ausgenutzt und müsse deshalb 489 Millionen Franken Strafe zahlen.

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