ConceptDraw Mindmap Professional 1.0

ConceptDraw Mindmap Professional 1.0

14. Januar 2002 - ConceptDraw erweitert mit Mindmap Professional 1.0 den Markt für Mindmapping-Software um ein weiteres Produkt. Das Tool glänzt vor allem durch seine Mac-Kompatibilität.
Artikel erschienen in IT Magazine 2002/01

Die Erstellung von Mindmaps ist ein verbreitetes und beliebtes Mittel, um Notizen, Projekte und Resultate aus Brainstormings festzuhalten. Im Vordergrund steht dabei eine mehr oder weniger übersichtliche grafische Darstellung, welche es ermöglicht, die Resultate schnell zu erfassen.



Früher waren Papier und Farbstifte die Werkzeuge zur Erstellung von Mindmaps, in den letzten Jahren wird Mindmapping-Software aber immer beliebter. Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Gegensatz zu Papier und Bleistift ist man bei der Gestaltung der digitalen Mindmap flexibler, diverse Formatierungen helfen bei der optischen Abgrenzung einzelner Bereiche, und Export- und Import-Möglichkeiten unterstützen bei der Vielfältigkeit der graphischen Darstellung sowie bei der Verwaltung der Maps.



Das momentan wohl beliebteste Werkzeug zur Erstellung von Mindmaps ist der Mindmanager von Mindjet, gegen den sich ConceptDraws Mindmap Professional 1.0 zu behaupten hat.


Funktionen

Die Oberfläche von ConceptDraw Mindmap erinnert stark an die Office-Linie von Microsoft und lässt sich, nach einer kurzen Eingewöhnung, problemlos bedienen. So geht die Arbeit relativ flüssig von der Hand und man erzielt schnell ansehnliche Resultate. Dabei helfen beispielsweise die diversen Symbolleisten, welche rund um die Arbeitsfläche angeordnet sind und die wichtigsten Werkzeuge zur Formatierung von Schriften und Diagrammen beinhalten.



Für die erweiterte Gestaltung bietet das Programm auch vierzig spezialisierte Bibliotheken an, die es erlauben, mit Grafiken und Stilen die Mindmap zu verzieren und visuelle Orientierungshilfen zu bieten. Wer in den eingebauten Bibliotheken nicht fündig wird, kann auch nach Bedarf eigenkreierte Elemente hinzufügen.



Wenn die Mindmaps aber etwas grösser als gewöhnlich werden, kann es durchaus schwieriger sein, die Elemente zu formatieren, da das Programm gerne einmal ein anderes Element als das gewollte selektiert, vor allem wenn man mehrere Elemente aus den Bibliotheken verwendet und sie übereinander legt. Auch das Positionieren der Linien ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sich nicht immer passgenau anfügen lassen.



Praktisch sind die Assistenten in ConceptDraw Mindmap. Zwar sind sie nicht besonders umfangreich, erleichtern aber die Arbeit vor allem am Anfang. Der "normale" Assistent erlaubt es, als erstes das Grundaussehen der Mindmap zu bestimmen. Nachher muss man noch einen Titel und schon vorhandene Themen angeben. Wenn man die Struktur ausgewählt hat, generiert das Programm auf Knopfdruck die vordefinierte Mindmap-Struktur und man kann mit der Arbeit beginnen.



Ebenfalls angenehm ist der "Brainstorming"-Modus. Dabei kann man einfach zu einem Thema Stichworte in einer hierarchischen Reihenfolge aneinanderreihen und, falls nötig, auch wieder löschen. Nachher generiert ConceptDraw Mindmap, genauso wie aus den Eingaben des Assistenten, eine grob strukturierte Mindmap, mit welcher nun die Arbeit fortgesetzt werden kann.



Wie jede ordentliche Mindmap-Software besitzt auch Mindmap Professional 1.0 mehrere Export- und Import-Möglichkeiten. Die Import-Möglichkeiten beschränken sich dabei auf Grafiken, Text-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen. Die Import-Funktion der PowerPoint-Präsentationen scheint dabei nicht ganz ausgefeilt zu sein: Eingaben, beispielsweise aus mit dem PowerPoint-Assistenten erstellten Präsentationsfolien, gehen einfach verloren, nur das Layout bleibt bestehen, was im Endeffekt wenig nützt und vor allem einen Umstieg erschweren wird.



Gelungener sind dagegen die Export-Möglichkeiten. So lässt sich die Mindmap als Grafik ausgeben oder als hierarchisch gegliedertes Text-Dokument. Die HTML-Variante unterscheidet sich von der Grafik nur insofern, dass ein HTML-Dokument generiert wird, um die Grafik einzubinden, was keinen wirklichen Vorteil bringt, ausser es muss ganz schnell gehen. Webtauglich sind diese Rohdaten jedenfalls nicht wirklich, wenn man sie denn ins Web stellen möchte. Dagegen macht der PowerPoint-Export wenigstens anfänglich einen guten Eindruck: Sämtliche Elemente lassen sich auch noch in PowerPoint bearbeiten und verändern, auch das Layout bleibt erhalten. Leider sorgen die exportierten Präsentationen für Programmfehler bei PowerPoint. So stürzt es beim Speichern ab und verhält sich auch sonst ein wenig eigenartig. Hier muss von Herstellerseite noch klar Hand angelegt werden.

 
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