Urs Binder: Ich sage Jein zu Online-Shopping

Urs Binder: Ich sage Jein zu Online-Shopping

25. Juni 2001 - Der Schlüssel zum Consumer-Erfolg heisst virtuell gleich wie real: Einkaufserlebnis.
Artikel erschienen in IT Magazine 2001/24

"Es ist kompletter Nonsense, Katzenfutter übers Internet zu bestellen, worauf es zu Transportkosten ins Haus geliefert wird, die dem Preis des Produkts mindestens gleichkommen."



So spricht Lawrence J. Ellison, Chairman und Chief Executive Officer von Oracle. Und diese Firma ist nicht etwa irgendeine Firma, sondern genau die Firma, die sich immer gerne als das E-Business schlechthin bezeichnet.


Schrauben sind kein Gemüse


Herr Ellison spricht mir, zumindest im genannten Punkt, voll und ganz aus dem Herzen. Dies nicht bloss, weil ich nur schon aus geruchlichen Gründen gar keine Katze halte - auch ich bin davon überzeugt, dass das Thema E-Business differenzierter anzugehen ist, als es die noch immer dutzendweise offerierten, meist mit Präfixen wie "Easy" oder "Instant" angepriesenen E-Commerce-Lösungen den Handelstreibenden aller Grössenordnungen weismachen wollen.



Dass Geschäftstransaktionen zwischen zwei oder mehreren Unternehmen anders verlaufen als der Privateinkauf, ist nachgerade eine Binsenwahrheit: Kreuzschlitzschrauben sind kein Gemüse. Der Business-to-Business-Handel folgt traditionell bestimmten Regeln und profitiert von der Automatisierung durch Computer und Internetkommunikation in höchstem Mass - sofern die Unternehmen ihre Geschäftsprozesse auf die neuen Möglichkeiten auch wirklich ausrichten, was in den meisten Fällen vom Management ein radikales Umdenken erfordert.



 
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