Das Beste aus zwei Welten: Windows «Whistler» Beta 1

Das Beste aus zwei Welten: Windows «Whistler» Beta 1

27. November 2000 - Die kommende Windows-Version vereint die Vorteile von Windows 2000 und Windows 9x. InfoWeek hat die erste Beta einer eingehenden Prüfung unterzogen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2000/43

Die Stabilität von Windows 2000, das Interface von Windows Me mit zusätzlichen Verfeinerungen, ein erweitertes Help-System und ein Kompatibilitätsmodus für Windows-95- und Windows-NT-Anwendungen, die unter Windows 2000 nicht laufen: Das ist die Essenz der neuen Windows-Version, die in der zweiten Hälfte 2001 auf den Markt kommen soll und bisher ausser dem Codenamen "Whistler" noch keine endgültige Bezeichnung hat.



Mit dieser Prämisse ist "Whistler" nichts Geringeres als die lange ersehnte softwaretechnische Vereinigung der Consumer- und Business-Betriebssysteme von Microsoft: "Whistler" ist die erste Windows-Version, die dem lästigen Erbe an Windows-9x-Code ein Ende macht; als Basis dient der Code von Windows 2000.



Aktuell steht für Entwickler eine erste Beta der Professional-Version zur Verfügung, die zwar funktional komplett ist, sich jedoch bis zum Release in den einzelnen Features noch stark ändern kann.


Keine Probleme bei Installation und Betrieb

"Whistler" Beta 1 liess sich auf einem 266-MHz-Pentium-II-System mit 128 MB RAM - heutzutage eine eher schwache Maschine - ohne jedes Problem installieren, und es läuft mit ansprechender Geschwindigkeit. Wir haben allerdings nicht ein bestehendes Windows 9x oder NT aufgerüstet, sondern die neue Version auf einer separaten Disk mit genügend freiem Platz eingerichtet, so dass sie sich via Boot-Auswahl alternativ zu Windows 2000 starten lässt.



Die gesamte Hardware des Systems wurde anstandslos erkannt, darunter auch die eingebaute Soundkarte vom Typ Soundblaster Live Value, für die nur die Zusatzanwendungen separat installiert werden mussten. Nicht automatisch erfasst wurde dagegen der Drucker, ein bejahrter, nicht Plug&Play-tauglicher MFC6000 von Brother. Das Modell war aber erfreulicherweise in der Treiberdatenbank von "Whistler" enthalten, konnte über die Kontrollfeld-Option Add Printer ohne Beizug externer Quellen installiert werden, druckt problemlos und lässt sich von einer anderen Windows-2000-Station aus als Shared Printer nutzen. Die einzigen Probleme gab es mit einem Device, das auch sonst als Sorgenkind gilt: Ein an den Parallelport angeschlossenes Zip-Laufwerk wurde weder automatisch erkannt, noch zeigte der Hardware-Assistent einen mitgelieferten Treiber für das Gerät an.



 
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