Schlank speichern, Geld sparen

Schlank speichern, Geld sparen

22. Oktober 2010 - Auf der einen Seite Speichernot, auf der anderen enorme Festplattenkapazitäten, die niemand nutzt – dies ist das gängige Paradox in heutigen Rechenzentren.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/11
(Quelle: Vogel.de)

Auf Nummer sicher gehen, das liegt in der Natur von Storage. Anwendungen generieren schliesslich geschäftskritische Daten, die Storage-Systeme sicher aufbewahren sollen. Doch dieses «auf Nummer sicher gehen» hat das Phänomen des Overprovisionings begünstigt. Dabei wird einer Anwendung viel mehr Speicherplatz zugewiesen, als sie bräuchte. Wertvolle Ressourcen liegen brach, was beim geschätzten Datenwachstum von jährlich durchschnittlich 40 Prozent pro Unternehmen leichtfertig ist.


(Quelle: Vogel.de)
(Quelle: Vogel.de)


Die Entstehung von Overprovisioning

Folgendes Beispiel soll zeigen, wie es zu Overprovisioning kommt: Die IT-Abteilung will eine neue Datenbank installieren. Der Verantwortliche oder «Application Owner» schätzt seinen Speicherbedarf auf 300 Gigabyte. Der Datenbankadministrator (DBA) möchte sicherstellen, dass der Anwendung immer genug Speicher zur Verfügung steht und entscheidet, dass er 325 GB benötigt. Der Storage Administrator hat ähnliche Bedenken wie der DBA und stellt der neuen Datenbank entsprechend 400 GB zur Verfügung. Dieser Speicher ist für diese Applikation reserviert und darf von keiner anderen Applikation genutzt werden. Nach rund einem Jahr stellen die Beteiligten fest, dass die Datenbank tatsächlich nur 100 GB belegt hat. Der Speicher ist für zwölf Monate nur zu 25 Prozent genutzt worden, und die unbenutzten Ressourcen belasten als totes Kapital das IT-Budget. Dies ist kein Einzelfall. Industrieanalysten gehen davon aus, dass durchschnittlich nur 30 bis 35 Prozent des verfügbaren Speichers in Unternehmen genutzt werden.

 
Seite 1 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER