Ich fege Roger Federer vom Platz

Ich fege Roger Federer vom Platz

30. August 2010 - Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich gewinne gegen Roger Federer, auf dem Feld und mit dem Racket in der Hand. Selbstverständlich nicht im Tennis, da serviert er mich in zwei Sätzen
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/09

Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich gewinne gegen Roger Federer, auf dem Feld und mit dem Racket in der Hand. Selbstverständlich nicht im Tennis, da serviert er mich in zwei Sätzen gnadenlos mit 0:6 0:6 ab, noch bevor Sie diesen Abschnitt fertig gelesen haben. Aber im Badminton zeige ich ihm den Meister. 25 Jahre Badminton-Training und Match-erfahrung geben mir den entscheidenden Vorsprung, unser Tennis-Ass zu schlagen. Ich weiss hier, wie der Hase läuft. Doch was hat Badminton mit dem Schwerpunkt-Thema Cross Media zu tun? Sehr viel.


Was zählt die Rechtschreibung im Radio?

Jede Sportart folgt ihren eigenen Regeln – wie auch jedes Medium seine eigenen Regeln hat. Wollen Sie einen Flyer gestalten, der verkauft, muss die Rechtschreibung sitzen. Ob die Autorin eine Quietschstimme hat, ist egal. Beim Radiospot ist es umgekehrt. Dort braucht es eine Stimme, die trägt - die Rechtschreibung interessiert niemanden. Im Radio ist es aber egal, wie die Sprecherin ihre Haare trägt, im Gegensatz zum TV-Spot. Im Fernsehen macht es einen Unterschied, ob die Moderatorin mit zerzausten Haaren daherkommt oder einen attraktiven Eindruck hinterlässt.


Wer Cross Media arbeiten will, muss sich auf die Unterschiede der verschiedenen Medien einlassen. In der Anfangszeit des Internets kamen viele Werbeagenturen zu uns Internetfirmen und wollten für ihre Kunden Websites gestalten lassen. Dazu lieferten sie uns Vorlagen und verlangten von uns, diese 1:1 umzusetzen. Für Printanzeigen waren die Vorlagen beeindruckend, für Firmenprospekte umwerfend, für das Internet ungeeignet. So kam es vor, dass die Agenturbesitzer nach einer von ihnen verlangten 1:1-Umsetzung schon einmal aufgeregt anriefen, um sich darüber zu beschweren, dass auf ihrem Bildschirm zu Hause statt einem schönen Gelb ein hässliches Orange angezeigt wird. Selbstverständlich ist dies möglich, denn im Gegensatz zum Papier weiss man beim Bildschirm nie, wie die Leute die Farbwerte ihres Monitors eingestellt haben. Da kann aus einem Gelb schon einmal ein Orange werden oder ein edles Grau wird zu Schwarz, weil der Bildschirm zu dunkel eingestellt ist. Auf Papier hingegen kann sich die Agentur auf Farbechtheit verlassen. Dort ist ein Gelb ein Gelb.

Oder nehmen wir ein Web-Video. Das hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. In einem solchen Video können Sie durch die Darsteller eine Bindung zum Zuschauer aufbauen, mit Musik Emotionen wecken und die Betrachter durch eine packende Geschichte über mehrere Minuten in Ihren Bann ziehen. Dazu müssen Sie die Kunst des Storytelling beherrschen. Eine andere Fähigkeit benötigen Sie, wenn Sie dieselbe Geschichte im Firmenprospekt mit einer Anzeige darstellen wollen. Dort haben Sie nur Sekunden Zeit, um Ihre Kunden mit einem Bild und einem kurzen, knackigen Slogan von Ihrer Botschaft zu überzeugen.


Die Technologie ist hierbei zweitrangig. Zwar helfen uns heutige Cross Media Publishing Tools, denselben Text im Internet, auf dem iPad und im Print zu publizieren. Mit modernen Dokumentenmanagement-Lösung können Sie Informationen in zahlreichen Datenformaten sammeln, konvertieren und ausgeben. Aber das sind nur kleine Helferlein. Die grosse Aufgabe ist es, Inhalte mediengerecht zu planen, aufzubereiten und zu publizieren.


 
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