Informatikolympiade 2010: Osteuropa klar an der Spitze

Informatikolympiade 2010: Osteuropa klar an der Spitze

30. August 2010 - Seit 1992 beteiligt sich die Schweiz an der internationalen Informatikolympiade (IOI). Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren. Unsere Schülerinnen und Schüler haben in den letzten vier Jahren drei Silber- und drei Bronzemedaillen gewonnen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/09
Herbert Bruderer (Quelle: Vogel.de)

In den Jahren 2007 bis 2010 haben begabte Jugendliche aus unserem Land an der internationalen Informatikolympiade (IOI) insgesamt drei Silber- und drei Bronzemedaillen gewonnen. Das ist eine hervorragende Leistung, wenn man bedenkt, dass es an unseren Gymnasien kein Pflichtfach (Grundlagenfach) Informatik gibt. Bei der IOI geht es um Informatikgrundlagen (Programmierung) und nicht um Informatikanwendungen (Rechnerhandhabung). Im Mittelpunkt stehen das algorithmische Denken und die Problemanalyse. Die Lösungen werden in den Sprachen C, C++ und Pascal programmiert.


Wissenschaftsolympiaden nicht mit Berufsweltmeisterschaften verwechseln

Es gibt fünf schweizerische Wissenschaftsolympiaden: Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. An der Schweizer Informatikolympiade (SOI) werden in mehreren Runden die besten Schülerinnen und Schüler auserkoren, die unser Land an den internationalen Anlässen vertreten. Jeder Staat kann vier Teilnehmende abordnen. Die 22. internationale Informatikolympiade hat vom 14. bis 21. August 2010 im kanadischen Waterloo (Ontario) stattgefunden. Die Wissenschaftsolympiaden dürfen nicht mit den Berufsweltmeisterschaften, an denen die Schweiz in der Informatik sehr erfolgreich ist, verwechselt werden.

Die ETH Zürich betreut die Schweizer Informatikolympiade in fachlicher Hinsicht. Seit 2006 obliegt diese Aufgabe der Professur für Informationstechnologie und Ausbildung (Prof. Juraj Hromkovic). Zu den erfolgreichsten Teilnehmern der IOI gehört Richard Kralovic (2x Gold, 1x Silber). Er ist am erwähnten Lehrstuhl tätig und leitet die Trainings. Die ETH Zürich wendet dafür rund 1000 Stunden auf, beteiligt sind auch zwei Programmierweltmeister aus St. Petersburg. Laut Kralovic wird es ohne ein mehrjähriges Pflichtfach Informatik immer schwieriger mitzuhalten. Da ausreichende Grundlagen fehlen, kann auch das beste Training auf die Dauer keine Wunder wirken. Zudem werden die Programmieraufgaben immer anspruchsvoller.

 
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