BI muss raus aus der Expertenecke

BI muss raus aus der Expertenecke

25. Februar 2010 - Moderne Business-Intelligence-Lösungen ermöglichen auf Knopfdruck eine flexible Analyse von Geschäftsdaten und sind darum auch für mittelständische Firmen attraktiv.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/03
Moderne Business-Intelligence-Lösungen bieten mehr Flexibilität in Hinsicht auf den Analyse-Blickwinkel und verzichten auf eine starre Definition des Datenmodells. (Quelle: Vogel.de)

Von 2006 bis 2009 rangierte Business Intelligence (BI) gemäss dem Marktforschungsunternehmen Gartner bei CIOs stets unter den zehn Technologien mit höchster Priorität. In einer aktuellen Studie von Steria Mummert Consulting gaben zwei Drittel der befragten Manager aus deutschsprachigen Unternehmen an, bereits BI-Technologie zu nutzen. Mehr als 80 Prozent planen zudem die Einführung solcher Werkzeuge. Doch noch immer sind BI-Lösungen bei vielen Unternehmen lediglich punktuell im Einsatz, beispielsweise um bestehende Prozesse abzubilden oder das Reporting zu verbessern. Strategische Ansätze sind oft kaum vorhanden.


Gerade für kleinere Unternehmen sind traditionelle BI-Lösungen, die Datenbestände für detaillierte Auswertungen separat aggregieren und dann nach dem OLAP-Verfahren (Online Analytical Prozessing) durchforsten, zu komplex, zu aufwendig und zu teuer. Hinzu kommt, dass diese traditionellen Lösungen in bezug auf Datenvolumen und Auswertungsdimensionen schnell an ihre Leistungsgrenze stossen. Als Folge davon verweigern sich viele Anwender der Nutzung von BI-Software. Die Lösungen sind schlicht zu komplex, wenn sie denn funktionieren. Eine aktuelle Untersuchung von Actinum Consulting zeigt, dass rund 58 Prozent der BI-Anwenderunternehmen mit der Auswahl ihres Tools unzufrieden sind. Ein Grossteil der installierten Lösungen läuft also nicht so, wie sich das die Auftraggeber zum Zeitpunkt des Projektstarts offensichtlich vorgestellt hatten.



Komplexitätsreduktion unabdingbar

Die Richtung, welche die Hersteller einschlagen müssen, steht deshalb fest. Sie müssen sich weg von komplexen Lösungen und hin zu einfach bedienbaren Werkzeugen bewegen, die eine effiziente und gleichzeitig flexible Analyse von Geschäftsdaten per Mausklick ermöglichen. Die Unternehmen möchten ihre Geschäftsentscheidungen nicht länger auf Basis statischer Berichte oder improvisierter Excel-Tabellen treffen, die nur von wenigen Experten mit grossem Aufwand erstellt werden können. Sie benötigen skalierbare BI-Werkzeuge, die sich binnen weniger Tage in die Geschäftsprozesse implementieren lassen. Ausserdem brauchen sie eine Software, die so einfach zu bedienen ist, dass langwierige Anwender-Schulungen überflüssig werden. KMU brauchen Lösungen, die das Thema BI aus der Expertenecke herausholen, wo es noch bis vor kurzem angesichts der Komplexität der am Markt etablierten Systeme angesiedelt war.

 
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