Erfolgreich mit ERP & Co.

Erfolgreich mit ERP & Co.

6. Oktober 2009 - Die Fachhochschule Nordwestschweiz ging der Frage des «dauerhaften Erfolgs mit Business Software» nach, derweil sich SwissICT mit dem Open-Source-Thema beschäftigt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/10

Business Software wird heute als Herz, Rückgrat oder Nervensys-tem eines Unternehmens bezeichnet. In der aktuellen, schnelllebigen Zeit sind Agilität, schnelles Handeln gefragt. Dazu benötigen Firmen eine funktionierende, effiziente Informationsstruktur. Dafür sorgt die Business Software.


Unter dem Begriff versteht man alle Arten von betriebswirtschaftlicher Software, die gewisse Geschäftsprozesse oder Tätigkeiten in Unternehmen unterstützen. Dazu zählen bekannte, grosse Systeme fürs Enterprise Ressource Planing (ERP), Customer Relationship Management (CRM) oder Business Intelligence (BI). Aber auch Software aus dem Bereich des E-Commerce, das Supply Chain Management, das Business Process Management (BPM) und beispielsweise auch eine ganz kleine Applikation, die nur zur Unterstützung im Rechnungswesen da ist, zählen dazu. Business Software kann also sehr umfangreich sein, aber auch nur eine einzelne Funktion umfassen.

Business Software wird heute selten selber entwickelt, in Unternehmen und insbesondere im Bereich der grossen CRM- und ERP-Lösungen dominieren Standardlösungen der verschiedensten Softwarehäuser. Sie sind schnell verfügbar, leistungsfähig und verursachen weniger Kosten für Pflege und Unterhalt. Individualsoftware wird insbesondere in Firmen mit sehr speziellen Anforderungen, oder wo eine besondere Agilität Grundvoraussetzung ist, eingesetzt.



Erfolg haben mit richtiger Business Software

Gerade weil Business Software heute ein zentraler Bestandteil jedes Unternehmens ist, kommt ihr auch aus wirtschaftlicher Sicht eine grosse Bedeutung zu. ERP-Projekte gehen schnell einmal in die Tausenden, durchaus auch in die Millionen von Franken. Deshalb ist es besonders wichtig, nachhaltige Software mit dauerhaftem Erfolg anzuschaffen, zu implementieren und zu betreiben.


Was macht jedoch nachhaltige Software aus? Im Rahmen des 10. Experience-Event 2009 des Competence Center E-Business Basel der Fachhochschule Nordwestschweiz, der unter dem Titel «Dauerhafter Erfolg mit Business Software» stand, ging man dieser Frage nach.

Für André Golliez, Präsident der Schweizer Informatik Gesellschaft, gibt es einige Faktoren, die Unternehmen kaum beeinflussen können, wie die Technologie- und Konjunkturentwicklung, politische Rahmenbedingungen oder das Verhalten der Konkurrenz. Laut Golliez sind die Merkmale nachhaltiger Software deshalb unter anderem die Anpassungsfähigkeit und Reaktionszeit an beziehungsweise auf neue Anforderungen, ihre Reduktion der Komplexität, tiefe Kosten pro Änderung oder eine geringe Anzahl Fehler. Kurz zusammengefasst: Soll eine Geschäftsanwendung langfristigen Erfolg haben, so sind tiefe Costs-of-Change gefragt.


Golliez rät Unternehmen, die dauerhaften Erfolg mit ihrer Business Software wollen weiter, ein besonderes Augenmerk auf eine wirkliche Steuerung der IT zu legen, die Unternehmensprozesse klar auszugestalten und die Anforderungen an eine neue Software genau zu kennen und umzusetzen. Zudem gelte es, die Qualität der Software ebenso wie ihre Architektur genau unter die Lupe zu nehmen und schliesslich die Kultur, die beim Software-Hersteller, beim Implementierungspartner und in der eigenen Firma herrscht, zu berücksichtigen. Dass Emotionen und Vertrauen wichtig sind bei der Auswahl von Business Software, bestätigte auch Philipp Ledermann, Geschäftsführer und Gründer der Firma Isycon, einem Evaluationspartner für ERP-Systeme. Sie sind für ihn bei der Auswahl der Softwarelösung neben den Fakten und der Methodik ein wichtiger, dritter Eckpfeiler.


 
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