Der Browser wird zum Webserver

Der Browser wird zum Webserver

14. Juli 2009 - Mit einer neuen Technologie namens Unite will der Osloer Browserhersteller Opera das Web revolutionieren. Es ist jedoch fraglich, ob die Nutzer dem Lockruf tatsächlich folgen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/08

Die Vorankündigung klang vollmundig: Man werde am 16. Juni das Web revolutionieren, liess der norwegische Browsermacher Opera verlauten. Was dann tatsächlich angekündigt und in Form einer Alphaversion sogleich zum Download angeboten wurde, nennt sich «Opera Unite» und wird Teil der endgültigen Ausgabe der nächsten Version 10 des Opera-Desktopbrowsers und später auch der Mobilversionen sein.



Ein Webserver im Browser

Opera Unite macht den Computer, auf dem der Opera-Browser läuft, zum Webserver. Auf diesem Server laufen Dienste, die sogenannten Opera Unite Services. Diese basieren auf der in Opera integrierten Widgets-Technologie – Entwickler, die bereits ein Opera Widget programmiert haben, können leicht einen Opera Unite Service daraus machen. Auf der Website des Herstellers findet sich ein «Opera Unite Developers’ Primer» mit ausführlichen Anleitungen.


Als Anwendungsbereiche für Opera Unite sieht der Hersteller vor allem Kollaboration und Social Networking. In der aktuell verfügbaren Alpha, die für Windows, Mac OS und Linux/Unix erhältlich ist, sind als Beispiel sechs Services enthalten: File-Sharing, Foto-Sharing, ein eigentlicher Webserver, ein virtueller Kühlschrank, der sich von den autorisierten Nutzern mit Notizen bepflastern lässt, ein Text-Chat namens Lounge sowie ein Musikplayer, mit dem mehrere Anwender aus ihren Musiksammlungen eine gemeinsame virtuelle Jukebox zusammenstellen können.

Für weitere Services, die im Lauf der Zeit von Opera oder durch Drittentwickler erstellt werden, hat Opera einen Online-Katalog eingerichtet. Analog zu Apples App Store lässt sich allerdings nicht jeder beliebige Service veröffentlichen: Im Online-Katalog werden nur Angebote aufgenommen, die gewisse Richtlinien erfüllen und von Opera genehmigt wurden.


 
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