Silverlight 2 im Real-Einsatz

Silverlight 2 im Real-Einsatz

20. Februar 2009 - Altran und comparis.ch haben mit Silverlight 2 interessante Applikationen für den Browser entwickelt und berichten über Erfahrungen sowie Wünsche für kommende Versionen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/03

Seit letztem Oktober ist Microsofts Flash-Konkurrent Silverlight in der Version 2 erhältlich. Die Client-basierte, plattform­unabhängige Runtime, ermöglicht es Anwendungen direkt im Browser auszuführen. Im Vergleich zur ersten Version hat Microsoft mit Silverlight 2 einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Die Technologie ist seitdem, unter anderem dank der Integration von .NET, für viele Entwickler sehr attraktiv geworden. Ob das wirklich so ist? InfoWeek hat sich auf die Suche nach Schweizer Unternehmen gemacht, die auf Silverlight 2 setzen. Welche Lösungen wurden damit realisiert, was für Erfahrungen hat man gemacht, und welche Wünsche hat man an eine kommende Silverlight-Version?




Silverlight löst Ajax ab

Ein Silverlight-«Fan» der ersten Stunde ist der Internetvergleichsdienst comparis.ch. «Wir beschäftigen uns seit über einem Jahr mit dem Thema Silverlight», erklärt Benedikt Unold, CTO des Unternehmens. Ein erstes Projekt war im Frühjahr 2008 in Zusammenarbeit mit Microsoft der Programmierwettbewerb «Comparis Silverlight Challenge». Dort wurde nach einem Prototypen für ein neuartiges User Interface für den Automarkt von comparis.ch gesucht. So richtig los mit Eigenentwicklungen ging es dann aber erst im Herbst 2008, mit Silverlight 2. Die erste fertige Silverlight-Applikation ist seit Januar dieses Jahres auf der Website von comparis.ch veröffentlicht. Es handelt sich um die interaktive Karte «Preisentwicklung für Wohnungen und Häuser». Diese informiert die Benutzer nicht nur über die aktuellen, sondern auch über historische Preise für Wohnungen und Häuser.



Die Karte ist nicht komplett neu: «Die erste Version haben wir Anfang 2008, dann noch mit Ajax, realisiert», erklärt der Comparis-CTO. Damals kam Silverlight noch nicht in Frage, weil es ausschliesslich Javascript unterstützte. Wieso setzt man nun auf Silverlight? Unold: «Das Ziel war, die Usability gegenüber der Ajax-basierten Applikation zu verbessern.» Mit Silverlight 2 sei das möglich geworden und gelungen. Ausserdem sei Silverlight 2 aus weiteren Gründen sehr interessant: «Grosse Vorteile liegen in der schnellen Einarbeitungszeit für die Entwickler und in der guten Integration in die bestehende Microsoft-Umgebung. Entwickler, welche das .NET Framework kennen, finden sich auch in Silverlight schnell zurecht», meint Unold. Er beweist das mit einem Beispiel aus dem eigenen Projekt: «Die Lernkurve für die neue Technologie war sehr steil. Unsere Entwickler konnten viel von ihrer .NET- Erfahrung in das neue Projekt einbringen. Den ersten Prototypen der Silverlight-Applikation haben wir deshalb in nur zwei Wochen fertiggestellt», berichtet Unold stolz. Anschliessend habe man nur noch rund einen Monat für die Erweiterung der Funktionalität und die Stabilisierung gebraucht, bis die interaktive Karte fertig war.



Doch die Entwicklung steht nicht still, sie geht stetig weiter, und auch neue Silverlight-Projekte kommen dazu. Derzeit arbeiten bei comparis.ch zwei Entwickler direkt mit Silverlight, weitere sind indirekt in die Entwicklung involviert, zum Beispiel für die Entwicklung der benötigten Webservices. Sie schätzen neben den bereits erwähnten Vorzügen ausserdem, dass sich inzwischen auch eine grosse Silverlight Community im Web gebildet hat und vielfältige Erweiterungen angeboten werden.


 
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