Personalmangel gefährdet Informatikplatz Schweiz

Personalmangel gefährdet Informatikplatz Schweiz

21. Januar 2009 - Das Bundesamt für Statistik hat aufgezeigt, dass das Berufsfeld Informatik einen überdurchschnittlichen Beitrag an der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes leistet, sowohl in
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/01

Das Bundesamt für Statistik hat aufgezeigt, dass das Berufsfeld Informatik einen überdurchschnittlichen Beitrag an der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes leistet, sowohl in Produktivitäts- und Arbeitsplatzsteigerung wie im Beitrag am Bruttosozialprodukt. Man schätzt, dass insgesamt gegen 320’000 Personen in der Informatik tätig sind und über 50 Milliarden Franken erarbeiten. Der Zuwachs an ausländischen IT-Firmen hält an, sie schaffen nach wie vor Arbeitsplätze. Doch der Arbeitsmarkt ist völlig ausgetrocknet. Kein Wunder, dass gemäss BFS im Jahr 2007 rund 4’200 hochqualifizierte Informatiker aus den EU-Ländern in die Schweiz gekommen sind oder dass die Inder in Zürich die zweitgrösste Zuzügergruppe wurden, hauptsächlich Informatiker.

Die liberale Arbeitsmarktordnung, die konstruktiven Sozialpartnerbeziehungen sowie das gute und wirtschaftsverträgliche soziale Sicherungsnetz reichen nicht aus, um den Arbeitsort Schweiz attraktiv zu machen. Es muss darüber hinaus gewährleistet sein, dass genügend und vor allem genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Zur erfolgreichen Arbeitgeberpolitik gehört deshalb das entschiedene Engagement für die Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen. Dabei stehen die Arbeitgeber vor allem bei der Berufsbildung in der Pflicht. Denn mit der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe steht und fällt das duale Berufsbildungssystem, das zusammen mit seiner Fortsetzung in den Fachhochschulen und in der höheren Berufsbildung zu den grossen Stärken des schweizerischen Ausbildungssystems zählt. Leider wird die Bedeutung der Berufsbildung für die Wirtschaft nicht immer genügend gewürdigt. An einer Tagung am 26. Februar 2009 zeigt die Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe zusammen mit Samuel Mühlemann von der Fachstelle für Berufsökonomie der Universität Bern auf, wie die Informatik-Grundbildung rentabel, zielführend und wertvoll gemacht werden kann. Details zur Tagung unter www.swissict.ch/berufsbildner.html.

Alfred Breu, Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe

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