Code-Lego für die App-Entwicklung

Slack Block Kit

Code-Lego für die App-Entwicklung

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
Seite 2

Block Kit und Builder

Die Entwicklung solcher Integrationen war bislang aber schwierig und fast nur für Softwareentwickler möglich. Zwar lassen sich Apps relativ einfach erstellen, diesen aber die gewünschten Funktionen zu spendieren, erfordert doch eine tiefere Auseinandersetzung mit der API-Dokumentation und zumindest grundlegende Programmier-­Skills. Glücklicherweise finden sich im Netz aber unzählige Tutorials und Vorlagen, auf deren Basis auch technisch weniger versierte Nutzer eigene Integrationen erstellen und diese nach den eigenen Bedürfnissen gestalten können. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa Botkit.ai, das Beispiel-Code für die einfache Erstellung eines Slack-Bots zur freien Nutzung zur Verfügung stellt.

Was bisher aber noch kompliziert und umständlich war: diese Integrationen auch optisch ansprechend zu gestalten. Hier kommt nun das kürzlich von Slack vorgestellte Block Kit ins Spiel. Einfach gesagt handelt es sich bei Block Kit um ein UI-Framework, das es Entwicklern, Designern und Frontend-Developern ermöglicht, Slack-Integrationen über eine interaktive und leicht verständliche Benutzeroberfläche zu erstellen. Das Block Kit Framework soll Entwicklern und auch Nicht-Entwicklern, wie Slack betont, durch die Bereitstellung einer Reihe von stapelbaren Elementen oder Blöcken mehr Kontrolle und Flexibilität über ihre App-Designs und Layouts geben. Dazu gehört auch der Block Kit Builder, ein Web Tool, mit dem das Design von Apps und das Testen von App-Prototypen über eine grafische Oberfläche möglich wird.

Fünf Hauptbausteine

Waren Slack Apps bislang quasi dazu verdammt, Informationen in sehr beschränkter Art und Weise innerhalb von Chats darzustellen (was auch dazu führte, dass viele von Apps erzeugte Nachrichten in Slack letztlich beinahe identische Layouts aufwiesen, unabhängig von der gebotenen Funktionalität), erlaubt es das Block Kit Framework, Apps viel interaktiver zu gestalten und individueller aussehen zu lassen. Das dazu verwendete Tool lehnt sich im Aussehen und der Bedienung stark an andere Werkzeuge an, wie man sie etwa aus der Entwicklung von Webseiten kennt.

Die Oberfläche des Builders ist minimal gehalten und dadurch sehr intuitiv zu bedienen. Auf der linken Seite werden dabei die einzelnen Design-Blöcke aufgelistet. Ein einfacher Klick auf eines der Elemente genügt, und es wird in die Live Preview der App (oder der von der App erzeugten App-Nachricht) in der Mitte des Fensters sowie als JSON (Javascript Object Notations) in ein Feld auf der rechten Seite der Oberfläche eingefügt. Will man das Element weiter anpassen, dient dieses Feld als Text-Editor, wo man den JSON-Inhalt direkt editieren kann. Block Kit stellt für jeden der fünf Hauptbausteine ein Code-Beispiel bereit, das bereits mit (Beispiel)-Inhalten bestückt ist, die aber alle den eigenen Ansprüchen entsprechend angepasst werden können. Das ist sehr hilfreich und erlaubt es, Ideen in kürzester Zeit umzusetzen, indem man schlicht verschiedene Blöcke miteinander kombiniert. Entwickler können so in kürzester Zeit Blöcke kombinieren, deren Code darüber hinaus den Best-Practices-Vorgaben von Slack hinsichtlich Design entspricht, und sich voll und ganz auf die Implementierung von Funktionen konzentrieren, statt Apps von Grund auf neu erstellen zu müssen.
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