Backup, aber wie?

Backup, aber wie?

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/12
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Wer Teile der Infrastruktur selbst aufbauen will oder eine eigene autonome Big-Data-Architektur braucht, sei es nur aus Performance-Gründen, kann aus einer Reihe spezialisierter Big-Data-­Plattformen wählen. Ob Apache Cassandra, Hadoop, OpenSQL oder SAP Hana, diese Plattformen bieten ihrerseits ebenfalls Schnittstellen in die Dienste der Cloud-Provider. Und sie werden von den Cloud-Anbietern selbst als Infrastruktur vorgeschlagen oder genutzt, damit der Kunde auch Mischkonzepte aus Cloud und On Premise leicht umsetzen kann. Jede dieser Plattformen führt eine eigene Architektur ein, die dem Scale-Up- oder Scale-Out-Prinzip folgt, und besitzt eine eigene Systemcharakteristik, um hochverfügbar zu arbeiten und selbst Backups zu ermöglichen. Dazu werden in der Regel vom Hersteller Software-Schnittstellen offengelegt, über die der Backup-Anbieter direkt auf die Systeme zugreifen und dortige Abbilder der Daten und Logs abgreifen kann. Ein Backup-Anbieter muss dabei mehrere technische Tests und Hürden nehmen, um vom Plattformanbieter für diese Aufgabe zertifiziert zu werden. So ist zugesichert, dass das Zusammenspiel aus Plattform, Backup und Wiederherstellung getestet wurde und in der ­Regel reibungslos funktioniert.

Backup, aber wie?

Ob rein Cloud-basierend, im Mischbetrieb oder eine eigene lokale Implementierung, jeder dieser Big-Data-Ansätze führt eine neue Datenform ein. Diese so genannten Workloads sind sehr dynamisch, meist verteilt, gross, virtualisiert und bringen eigene Backup-Ansätze mit, die die bestehende Backup-Umgebung in viele Inseln aufsplitten und ein althergebrachtes Backup-Konzept schnell an seine Grenzen bringen.

Hadoop-Umgebungen beispielsweise teilen die Big-Data-Analyse in verschiedene Arbeitsschritte ein, auf die die Module spezialisiert sind. Diese werden in so genannten Knoten konsolidiert, die ­ihrerseits die Arbeitslast in der Fläche klug untereinander aufteilen und beim Ausfall eines Knotens deren Aufgabe komplett übernehmen. Das Backup muss diesen Architekturen und den verteilten Daten gerecht werden und seine Datenabfragen in enger Absprache mit der jeweiligen Plattform ebenfalls auf mehrere Knoten verteilen. Einmal, um keinen Knoten zu überlasten, zweitens aber, um ein Gesamtbild aller Daten zu bekommen. Denn jedes Backup-Konzept wird versagen, wenn es Plattformen nicht ihrem Charakter entsprechend unterstützt.
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