CIO-Interview: «Ein guter Mittelweg ist der beste»

CIO-Interview: «Ein guter Mittelweg ist der beste»

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/09
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3. September 2016 -  Markus Enz, Head of IT bei Geberit, musste ein Migrations-Grossprojekt unterbrechen, weil sein Unternehmen auf einen Schlag fast doppelt so gross wurde.
CIO-Interview: «Ein guter Mittelweg ist der beste»
Markus Enz (59) ist seit 2013 Head of Global IT beim Sanitärtechnik-Konzern Geberit. (Quelle: Geberit)
Swiss IT Magazine: Wir mussten für diesen Interviewtermin mit Ihnen über zwei Jahre Geduld haben, weil Sie 2014 und 2015 jeweils zu stark in Projekte involviert waren. Jetzt interessiert uns natürlich, welche Projekte Sie von diesem Gespräch abgehalten haben.
Markus Enz:
In der Zeit gab es eine ganze Reihe von Projekten. Das grösste dabei war und ist sicherlich die Migration unserer Lotus-Notes-Umgebung sowie des CRM in die Cloud. Zudem haben wir im Frühjahr 2015 die Sanitec Gruppe übernommen, wodurch sich die gesamte Organisation praktisch verdoppelt hat – mit entsprechenden Auswirkungen unter anderem auch auf die IT-Prozesse und die IT-Infrastruktur.
Können Sie dieses Projekt ein wenig umschreiben?
Geberit war traditionell ein Lotus-Notes-Unternehmen. Um schnell einen einfachen standardisierten CRM-Prozess in den Vertriebsgesellschaften einzuführen, wurde vor zehn Jahren ein Lotus-Notes basiertes CRM-Tool eingeführt. Allerdings genügte dieses einfache Standard-Tool für Deutschland, unseren wichtigsten und komplexesten Markt, nicht. Die lokalen Anforderungen wurden dort mit über lange Zeit entstandenen Lotus-Notes-Applikationen abgedeckt. Nachdem der CRM-Prozess nun in der ganzen Gruppe etabliert war, sollte er durch eine wirklich skalierbare State-of-the-Art-CRM-Lösung unterstützt werden. In dem Zusammenhang haben wir auch unsere Collaboration-Umgebung angeschaut und entschieden, uns von Lotus Notes zu lösen.

Für welche Lösung hat man sich dann entschieden?
Wir führten eine grosse Evaluation durch, bei der wir am Schluss vor dem Entscheid für die Kombination Salesforce und Google Office oder Microsoft Dynamics und Office 365 sowie Sharepoint standen. Entschieden haben wir uns dann für die Microsoft-Schiene.

Warum dieser Entscheid?
Einerseits aus Kostengründen. Andererseits waren wir auch der Meinung, dass die Microsoft-Produkte näher an den Werkzeugen sind, die unsere Mitarbeiter bereits kennen.
 
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