Nothing Phone (1) im Test: Mehr als nur Bling-Bling

Nothing Phone (1) im Test: Mehr als nur Bling-Bling

Nothing Phone (1) im Test: Mehr als nur Bling-Bling

(Quelle: Nothing)
15. August 2022 - Um das Nothing Phone (1) wurde im Vorfeld der Veröffentlichung ein ziemlicher Hype generiert. Alles nur Bling-Bling-Marketing? Nein – das Gerät weiss auch im Alltag zu überzeugen.
Die Zeiten, in denen man einen einigermassen guten Grund fand, sich jedes Jahr ein neues Smartphone anzuschaffen, sind definitiv vorbei. Zu klein sind die Innovationsschritte, zu ähnlich sich die Modelle – von Foldables einmal abgesehen –, und zu gross ist auch der Migrationsaufwand, denn allein schon die Banking- und Finanz-Apps verlangen, sich jeweils neu zu identifizieren, was nicht selten nur per Telefon geht.

Wenn man aber stolzer Besitzer eines Huawei P20 aus dem Jahr 2018 ist, zudem auf zumindest einen Hauch Extravaganz und Innovation gewartet hat und ausserdem nicht bereit ist, einen vierstelligen Betrag für ein spannendes Smartphone auszugeben, hat man seit einigen Wochen einen guten Grund, ein neues Gerät ins Auge zu fassen: Und dieser Grund heisst Nothing Phone (1).
Hersteller Nothing, das Unternehmen von Oneplus-Co-Gründer Carl Pei, hat es mit bis anhin nur einem Produkt – den In-Ear-Kopfhörern Nothing Ear 1 – und geschicktem Marketing geschafft, einen ziemlichen Hype aufkommen zu lassen. Entsprechend gross waren die Erwartungen an das erste Smartphone von Nothing, und diese wurden zumindest bei der Vorstellung des Geräts im Juli dieses Jahres nicht enttäuscht. Das Nothing Phone (1) hebt sich nämlich löblich vom Einheitsbrei heutiger Android-Smartphones ab und ist preislich spannend positioniert – schliesslich ist es bereits ab 449 Franken erhältlich. Doch wie schlägt es sich im Alltag? Das haben wir im Vergleich mit unserem bisherigen Gerät Huawei P20 – dem vierjährigen damaligen Flaggschiff von Huawei getestet.

Hübsche Verpackung, überzeugendes Display

Nothing Phone (1) im Test: Mehr als nur Bling-Bling
Die auffällige Rückseite des Nothing Phone (1) mit der Glyphen-Beleuchtung – bestehend aus 900 Mini-LEDs. Erhältlich ist das Telefon in schwarz und weiss. (Quelle: Nothing)
Dass das Nothing Phone (1) anders sein will, erkennt man bereits an der dünnen, quadratischen Verpackung, die weniger auf ein Smartphone, sondern eher auf eine aufwendig verpackte CD schliessen lässt. Bereits die Dicke der Verpackung lässt vermuten, dass wohl kein Ladegerät in der Box ist, und dem ist auch so. Lediglich das USB-C-Kabel sowie ein recht aufwendig gestalteter SIM-Karten-Öffner gehören zum Lieferumfang. Einmal ausgepackt, erinnert das Gerät (erhältlich in schwarz oder weiss) aufgrund des eher kantigen Designs mit abgerundeten Ecken ziemlich stark an die aktuelle iPhone-Generation. Es wirkt dabei absolut wertig, mit einem Alurahmen sowie einer Rückseite aus Gorilla Glass, die transparent ist und einerseits den Blick freigibt auf die Innereien des Geräts, andererseits auf diverse LED-Lichtbänder – bei Nothing Glyphen genannt. Dazu aber später mehr. Auffallend ist, dass das 8,3 Millimeter dicke Nothing Phone (1) deutlich leichter wirkt als vergleichbar grosse Telefone – das Gewicht liegt bei 194 Gramm. Dabei liegt es auch sehr gut in der Hand. Trotzdem schreit das Nothing Phone (1) förmlich nach einer Hülle – nicht zuletzt deshalb, weil die Kameralinsen hervorstehen, aber auch aufgrund des edlen Gehäuses, das man nur ungern verkratzen möchte. Allerdings war es zum Testzeitpunkt gar nicht so einfach, eine solche Hülle zu finden – der Hersteller selbst bietet zwar auf seiner Website ein transparentes Exemplar an, ansonsten ist das Zubehör-Ökosystem noch nicht so gross wie bei den etablierten Herstellern.

Einmal via Knopf auf der rechten Seite eingeschaltet, wird man vom zum Gerät passend stylischen Nothing-Schriftzug begrüsst, bevor die Einrichtung beginnen kann. Absolut überzeugend dabei das Display, das beim Nothing Phone (1) 6,55 Zoll misst und eine Auflösung von 2400 x 1080 Pixel aufweist. Trotz des Preises von um die 500 Franken schafft es Nothing nicht nur, ein hochwertiges OLED-Panel zu verbauen, sondern stattet dieses auch noch mit einer adaptiven Bildwiederholfrequenz von 60 bis 120 Hz, HDR10+ und einer Helligkeit von 500 Nits respektive maximal 1200 Nits aus (wovon softwareseitig aber nur 700 Nits abgerufen werden können). Das Display ist grosse Klasse, sehr hell und dank den 120 Hz auch sehr flüssig. Positiv zu erwähnen sind zudem die gleichmässig dünnen Ränder ums Display, selbst unten, wo der Rand gerade bei günstigeren Geräten sonst gerne etwas dicker ist, sowie der Fingerabdruckscanner im Display, der gut funktioniert – mindestens so gut wie derjenige unseres gewohnten P20. Derweil ist die integrierte Gesichtserkennung nicht über alle Zweifel erhaben, auf gute Lichtverhältnisse angewiesen und dürfte zudem weniger sicher sein als bei Modellen mit Infrarotsensor.
Erhältlich bei Sunrise
Das Nothing-Phone-(1)-Testgerät wurde uns freundlicherweise von Sunrise zur Verfügung gestellt. Sunrise (www.sunrise.ch) ist einer der offiziellen Verkaufspunkte des Nothing Phone (1) in der Schweiz. Ebenfalls erhältlich ist das Gerät bei Digitec, Mediamarkt und Mobilezone. Der UVP für die Version mit 8/128 GB liegt bei 449 Franken, 8/256 GB kosten 479 Franken und 12/256 GB 529 Franken.
 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER