Kreativ und fit für Veränderungen

Kreativ und fit für Veränderungen

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
Seite 1
30. März 2019 -  Von Michael Treixler

Unsere körperliche und geistige Fitness beeinflusst unsere Kreativität. Sind wir müde und abgespannt, beschreitet unser Geist keine neuen Denkwege. Das gilt es beim betrieblichen Gesundheitsmanagement zu bedenken.
Wer kennt die Situation nicht? Stundenlang brüten wir im Büro über der Lösung für eine Aufgabe. Sie fällt uns nicht ein. Kaum sind wir jedoch zuhause, haben das Radio angeschaltet und im Sessel Platz genommen, plötzlich ist sie da: die Idee. Wir müssen sie nur noch umsetzen. Oder: Seit Tagen grübeln wir über eine neue Strategie, um ein Ziel zu erreichen. Alles scheint in unserem Kopf festgerostet; nur unbefriedigende Lösungen fallen uns ein. Doch dann abends im Restaurant lässt ein Bekannter eine Bemerkung fallen, und plötzlich macht es "Klick". Wir haben die Lösung; sie ist so einfach und doch so genial, dass wir uns wundern, dass wir sie nicht bereits früher fanden.

Im zweiten Fall wissen wir zumindest, was uns auf die zündende Idee brachte: die Bemerkung des Bekannten. Im ersten Fall werden wir es vermutlich nie wissen: War es der Geruch der Bratkartoffeln aus der Küche, die Nähe unserer Liebsten oder die Bequemlichkeit unserer Freizeithose? Beiden Beispielen ist jedoch eines gemeinsam. Sie beziehen sich auf Situationen, in denen wir uns entspannen und wohl in unserer Haut fühlen – Situa­tionen also, in denen uns kein Stress, kein Zeitdruck und keine Angstzustände plagen, weshalb unsere Gedanken sich frei entfalten und neue Wege beschreiten ­können.

Jede schöpferische Tätigkeit erfordert Kreativität

Womit wir bereits beim Thema Kreativität wären. Viele Menschen glauben: Manche Personen verfügen über sie, anderen fehlt sie völlig. Diese Annahme ist falsch. Denn ihr liegt ein Kreativitätsverständnis zugrunde, das sich rein auf Tätigkeiten im musisch-künstlerischen oder grafisch-gestalterischen Bereich bezieht. Doch Kreativität ist bei allen schöpferischen Tätigkeiten gefragt – beim Entwickeln neuer technischer Lösungen ebenso wie in der Musik und beim Erschliessen neuer Geschäftsfelder oder in der Malerei. Kreativität brauchen wir immer, wenn wir neue Wege beschreiten müssen, um Aufgaben zu lösen – und dies ist in der von rascher Veränderung sowie sinkender Planbarkeit geprägten VUKA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) und in einer Zeit, in der sich die digitale Transformation der Wirtschaft vollzieht, sehr oft der Fall.

Wie oft wir in unserem Lebens- und Arbeitsalltag kreativ sein müssen, sei an zwei einfachen Beispielen erläutert. Angenommen Kinder fragen uns, wie eine Glühbirne funktioniert. Dann müssen wir ihnen dies in ihrer Sprache erklären. Das erfordert Kreativität, da wir auf Begriffe wie elektrische Spannung, Volt und Ampere verzichten müssen. Ähnlich verhält es sich im beruflichen Bereich, wenn wir vor einer neuen Herausforderung stehen. Auch dann müssen wir meist vom gewohnten Vorgehen abweichen und einen neuen Lösungsweg finden. Stets, wenn wir gewohnte Denk- und Verhaltensmuster aufgeben und neue Wege beschreiten müssen, ist Kreativität gefragt.
 
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