Schweizer Cloud-Software will KMU digitalisieren

Swiss21.org

Schweizer Cloud-Software will KMU digitalisieren

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/09
Seite 1
1. September 2018 -  Die Organisation Swiss21 hat sich zum Ziel gesetzt, KMU zu digitalisieren. Zu diesem Zweck hat sie ein Software-Paket geschnürt, das in der Grundversion kostenlos ist und Unternehmen bei der digitalen Trans­formation unterstützen soll. Wir haben uns eine Vorabversion angeschaut.
Im Februar dieses Jahres trat ein Konsortium Schweizer Software-Hersteller in Zürich vor die Medien, um das Projekt Swiss21 vorzustellen. Daran beteiligt sind zurzeit die Firmen Abacus, Glarotech und Fasoon. Das Firmengründungsportal Fasoon mit Sitz in Appenzell stellt dabei gleichzeitig die Geschäftsleitung und Projektkoordination von Swiss21. Das deklarierte Ziel: mit einem in der Grundversion kostenlosen Software-Paket die Digitalisierung von Schweizer KMU voranzutreiben und damit deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Kleine und mittlere Unternehmen stünden bei der Digitalisierung vor ­grösseren Herausforderungen. Das Tagesgeschäft leide durch administrative Arbeiten, denn es fehle an der Zeit und dem Wissen, diese zu vereinfachen und das Geschäft zu digitalisieren, so die Initianten des Projektes. Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Partner gemeinsam fünf Kriterien formuliert, die Swiss21 erfüllen soll. Die Software müsse einfach sein – insbesondere der Einstieg –, sie müsse eine spürbare Vereinfachung im Alltag bringen, flexibel und durch neue Ange­bote erweiterbar sein, in der Cloud betrieben werden und kein technisches Wissen der User voraussetzen, und schliesslich müsse sie für jedermann erschwinglich sein.

Swiss21 hätte bereits im Mai live gehen sollen, doch technische Probleme haben den Initianten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Lancierung musste immer wieder verschoben werden und ist bis Redaktionsschluss Ende August noch immer nicht erfolgt. Zwar sind bereits mehrere Module erhältlich, doch noch sind nicht alle Funktionalitäten implementiert, weshalb sich das Software-Paket offiziell noch im Beta-Stadium befindet. So sind aktuell lediglich die Module 21.Abaninja für Offerten, Rechnungen, Zahlungen und Mahnungen, der Online-Shop 21.Shop sowie die Web­kasse 21.POS verfügbar. Noch nicht implementiert ist das Modul 21.CRM für die Kundenverwaltung.

Wir haben uns dennoch an die aktuelle Beta-Version von Swiss21 herangewagt. Vorgefunden haben wir ein solides Fundament, auf dem schon einige Strukturen stehen, wo aber auch noch Platz ist für mehr. Swiss21 plant jedoch, demnächst das CRM-Modul nachzuliefern und das Ökosystem kontinuierlich mit zusätzlichen Services zu erweitern.

Aller Anfang ist umständlich

Der Einstieg in die Welt von Swiss21 ist momentan nur über einen Umweg möglich, nämlich über die Buchhaltungs-Software Abaninja von Abacus, in der man das eigene Unternehmen zuerst registrieren muss. Ein einfacher Assistent führt in wenigen Schritten durch den Prozess. Wichtig ist, die rechtlichen Richtlinien und die Teilnahmebedingungen für die Nutzung von Abaninja zu beachten, die akzeptiert werden müssen, um Zugang zum Portal zu erhalten. Darin ist nämlich unter anderem festgehalten, dass die Nutzer selbst für die Aufbewahrung und Archivierung ihrer Daten zuständig sind, denn Abacus stellt keine entsprechende Wiederherstellungsfunktion zur Verfügung.

Hat man erst einmal Zugang zum Portal, kann man über das Menü in das Dashboard von Swiss21 wechseln, wo man die Unternehmensdaten aus Abaninja übernehmen kann, um sich für Swiss21 zu registrieren. Im Dashboard von Swiss21 ist dann das Modul 21.Abaninja von Beginn weg aktiviert, der Online-Shop und die Webkasse müssen jedoch zusätzlich hinzugefügt werden, wofür man zurzeit noch einen Beta-Zugangscode benötigt. Die Installation der Zusatzmodule ist aber mit nur wenigen Klicks zu bewältigen. Das Dashboard von Swiss21 ist sehr schlicht gehalten und dient als Einstiegsseite. Von hier aus kann man beispielsweise die ­eigenen Konto-Einstellungen einsehen und bearbeiten, ausserdem gelangt man über die entsprechenden Kacheln in die verschiedenen Module, die im Browser jeweils in einem neuen Tab geöffnet werden. Hilfe erhalten die Nutzer übrigens über den digitalen Helpdesk, der über den Hilfe-Button im Dashboard von Swiss21 aufgerufen wird. Des Weiteren gibt es auf jeder Seite einen Button zu einem Kontaktformular sowie eine Online-Hilfe, die zu jeder Seite einen Hilfetext einblendet, der die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten beschreibt.
 
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