Unternehmens­kommunikation in Zeiten von All IP

Fallbeispiel

Unternehmens­kommunikation in Zeiten von All IP

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/07
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7. Juli 2018 -  Suprag Solutions hat mit nur vier Mitarbeitenden eine Unified-­Communications-Lösung beim Aluminium-Verarbeiter Allega umgesetzt. Das ist deshalb möglich, weil moderne Systeme stark integriert sind und relativ einfach in der Installation und im Betrieb.
Unternehmens­kommunikation in Zeiten von All IP
"Letztlich verändert Unified Communications die Art, wie in Unternehmen kommuniziert wird, und es liegt an diesen, die Technologie gemäss ihren Bedürfnissen effizient einzusetzen." Valentin Studer, Geschäftsführer, Suprag Solutions (Quelle: Suprag Solutions)
Suprag Solutions entstand 2015 als Schwesterfirma des Unternehmens Suprag, das 1985 gegründet wurde und auf Telefonie­-Zubehör wie zum Beispiel Headsets spezialisiert ist. Der Geschäftsführer von Suprag Solutions, Valentin Studer, erzählt im Gespräch mit "Swiss IT Magazine", wie sein Unternehmen Unified-Communications-Lösungen konzipiert, umsetzt und betreibt, konkret am Beispiel von Allega, einem Spezialisten für die Verarbeitung von Aluminium. Suprag Solutions betreibt aktuell 85 Anlagen für Kunden in der ganzen Schweiz mit rund 2700 lizenzierten Gesprächskanälen, und dies mit lediglich vier Mitarbeitenden. Bei Allega, einem Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitenden, hat Suprag Solutions die Software von 3CX eingeführt und seinen Partner Peoplefone als VoIP-Provider für die Festnetz-Telefonie eingesetzt. Davor hatte Allega bereits eine hochverfügbare Telefonieanlage mit VoIP-Technologie im Einsatz. Allerdings, so Studer, musste die damals eingesetzte Lösung aktualisiert werden, und deren Erneuerung wäre sehr kostspielig geworden. Deshalb haben sich die Entscheidungsträger des Unternehmens dazu entschlossen, Alternativen zu prüfen. Suprag Solutions erhielt den Zuschlag und installierte 3CX schliesslich als On-Premise-Lösung. "Neben einer kompletten UC-Lösung wie 3CX setzen wir auf Partner wie den VoIP Solution Provider Peoplefone, die flexibel mit uns und vor allem für den Kunden arbeiten", sagt Studer.

Tischtelefon verliert Bedeutung

Den Hauptvorteil moderner UC-Systeme sieht Studer vor allem in deren Einfachheit und Flexibilität: "Moderne Lösungen sind komplett integriert und bieten unter anderem Videokonferenzen und Präsenzmanagement ebenso wie Chat, Whiteboards für die Kollaboration und nicht zuletzt die Weiterleitung von Anrufen überall hin und von überall her, und zwar mit allen möglichen Endgeräten, vom klassischen Telefon über den PC oder das Notebook bis hin zum Smartphone". Deshalb lässt beispielsweise ein Anruf auf eine Nebenstelle alle Geräte läuten, die mit der spezifischen Nummer verknüpft sind. "Man kann auf einer Nebenstelle theoretisch auch hundert Geräte anmelden, das kostet keinen Franken mehr, abgesehen von den Geräten selbst natürlich", so Studer weiter. Die Anmeldung eines Gerätes funktioniert bei 3CX übrigens simpel per E-Mail, in der alle nötigen Informationen sowie ein Link zur App enthalten sind, über die das Gerät auch automatisch provisioniert und im System angemeldet wird. Auch der Abgleich der eigenen Kontakte mit Outlook oder anderen Systemen ist möglich, womit diese immer aktuell bleiben. Viele Lösungen funktionieren sowohl als Client-Version als auch im Browser. Wie Valentin Studer jedoch anmerkt, sei die Herausforderung zur Nutzung von reinen Webdiensten, dass noch viele Browser auf einem alten Software-Stand sind und somit die dafür nötige Technologie WebRTC ungenügend unterstützen. Doch dies sei nur eine Frage der Zeit.
 
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