Digitale Assistenten für smarte Meetings

Digitale Assistenten für smarte Meetings

Digitale Assistenten für smarte Meetings

(Quelle: Cisco)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/07
Seite 1
7. Juli 2018 -  Jonathan Rosenberg ist ein Veteran im Bereich Unified Communications und CTO der betreffenden Sparte bei Cisco. An der Cisco Live! 2018 spricht er über Trends, Entwicklungen und den Einfluss von Unified Communications auf das Arbeitsleben.
Die Best Practices und Standards, die sich in den letzten Jahren im Bereich Unified Communications (UC) entwickelt haben, verändern das tägliche Arbeitsumfeld und beeinflussen die Gewohnheiten von Arbeitskräften und die Prozesse in Firmen weltweit. "Swiss IT Magazine" hatte die Gelegenheit, im persönlichen Gespräch mit Jonathan Rosenberg, CTO für Collaboration bei Cisco, auf die Trends und Technologien sowie den Einfluss von UC auf das tägliche Arbeitsleben tiefer einzugehen. In Rosenbergs Keynote im Rahmen der Cisco Live! 2018 widmete er sich in erster Linie dem Thema Video- und Konferenz-Calls, beziehungsweise Online-Meetings.

Angesprochen auf den Schwerpunkt seiner Präsentation antwortet Rosenberg: "Video-Technologie ist natürlich ein älteres Thema, hat in den vergangenen Jahren aber einen stetigen Aufwärtstrend erlebt." Besonderes Augenmerk legt er dabei darauf, dass der allergrösste Schub in diesem Bereich die Etablierung von Smartphones und Tablets war. "Anwendungen wie Face­time haben das Thema damals massentauglich gemacht und dazu geführt, dass Anwender diese Technologien in ihrer Rolle als Konsumenten nutzen. Das half, den Workplace für jüngere Generationen auszulegen, die mit der Video-Kommunikation vertraut sind, was eine schrittweise Akzeptanz zuliess."

Transformation für die Zukunft

Bei der genauen Betrachtung der vielen Trends in der Branche zieht Rosenberg aber den Schluss, dass der mit Abstand wichtigste Trend die Transformation von UC zu Software as a Service ist. "SaaS und Cloud-based Delivery ist aktuell klar die wichtigste Transformation in der Industrie, dabei entwickelt sich das Thema in verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Konferenz-Calls finden seit längerem grösstenteils in der Cloud statt. Andere Themen wie Anrufe, Video-­Konferenzen und ­Messaging werden heute auch vermehrt in die Cloud verschoben. Das ist wahrscheinlich der wichtigste Trend in diesem Bereich."

Als zweite wichtige Entwicklung sieht Rosenberg einen Wechsel der Tools, die Endbenutzer für UC verwenden. Eine neue Art der Kollaborationswerkzeuge, sogenannte Team-Kollaborations-Tools, seien die moderne Generation von UC-­Clients. "In der Vergangenheit nutzten Anwender zuhause die Messenger von Yahoo oder AOL. Diese Tools haben auf diesem Weg in die Büros Einzug gehalten." Als Beispiele für diese Entwicklung nennt er dabei etwa Skype for ­Business und Microsoft Lync. Diese wiederum wurden, so Rosenberg, später von Wechat, dem Facebook Messenger oder, vor allem in Europa, von Whatsapp abgelöst. Heute seien diese Tools mehr auf die Arbeit ausgerichtet, was zum heutigen Stand der Kollaborationswerkzeuge führt. Die Produkte haben sich verändert, so Rosenberg, sind konsistent Chat-basiert. Integrationen für Meetings und Anruf-Funktionalitäten sorgen für eine neue User Experience. SaaS und die Evolution der Produkte also: "Diese zwei Themen sehe ich als die wichtigsten Trends an, während Video-Technologie in UC nebenbei seinen stetigen Aufwärtstrend fortsetzt." Im Kontext der Cloud, so Rosenberg, führe der Trend im Markt zu einer harten Konkurrenzsituation, in dem kleine Anbieter, die nur einzelne Bereiche von UC abzudecken vermögen, einen schweren Stand hätten. Rosenberg: "Eine der goldenen Regeln von SaaS ist das richtige Verhältnis des Engineering-Aufwands zu den Kosten pro Benutzer und Monat, die der Kunde zahlt. Das führt zu mehr Konsolidierung der Dienste." Die einzigen Firmen, die in der Lage seien, ganze UC-Portfolios zu liefern, seien Microsoft und eben Cisco. Gerade kleinere Anbieter hätten in dieser Situation Probleme und so könne man in der Folge aktuell einen Trend der Zusammenschlüsse und Übernahmen bei kleineren Marktteilnehmern beobachten.
 
Seite 1 von 2
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2018/12
Schwerpunkt: Big Data im KMU
• Big Data: Ein etabliertes Modell mit hoher Dynamik
• Backup, aber wie?
• Datenmanagement gestern und heute
• Marktübersicht: Data-Analytics-Dienstleister
• Interview: "Daten sind der Lebenssaft"
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER