CIO-Interview: «SAP ist das Herzstück unserer IT»

CIO-Interview: «SAP ist das Herzstück unserer IT»

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/01
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7. Februar 2016 -  August Harder, CIO von Coop, setzt auch in Zukunft voll auf SAP und beschäftigt sich aktuell vor allem mit dem Thema Multi Channel.
CIO-Interview: «SAP ist das Herzstück  unserer IT»
August Harder (59) ist seit 1998 Leiter Informatik/ Produktion für die Coop-Gruppe. Harder studierte an der Universität Zürich Informatik. (Quelle: Coop)
Swiss IT Magazine: Sie sind Herr über ein IT-Budget von über 100 Millionen Franken. In welchen Bereich fliesst das Gros Ihres Budgets?
August Harder:
Ungefähr ein Drittel des Budgets machen die Personalkosten – wir beschäftigen in der IT rund 500 Mitarbeiter – aus. Hier wurde und wird insbesondere in den Bereichen Omni-Channeling und CRM Personal aufgebaut. Zudem investieren wir weiter in SAP – im Moment vor allem bei Transgourmet in Deutschland.

Würden Sie diese Bereiche auch als Herzstück Ihrer IT bezeichnen?
Die Bereiche E-Shops und Apps – generell Omni-Channel – werden immer wichtiger und die Gestaltung von effizienten und kostengünstigen Multi-Channel-Prozessen ist eine grosse Herausforderung für uns. Wichtig ist zudem der Bereich CRM – zum Beispiel haben wir dieses Jahr eine digitale Zahlkarte umgesetzt. Die Systeme von SAP sind und bleiben Herzstück unserer Informatik. Auch hier gibt es ständig neue Entwicklungen – aktuell zum Beispiel SAP HANA, was uns eine Near-Realtime-Verarbeitung ermöglicht. Dadurch können komplette Prozesse umgestellt werden. So kennen wir dann den genauen Bestand nicht nur am Abend nach erfolgter Batch-Verarbeitung, sondern den ganzen Tag über. Diese Informationen können wir den Kunden, etwa für Online-Bestellungen, und Mitarbeitenden beispielsweise für Bestandskorrekturen zur Verfügung stellen.
Welches sind die weiteren Eckpfeiler Ihrer IT-Infrastruktur?
Wenn Sie es aus Applikations-Sicht betrachten, sind neben SAP auch das Kassensystem von GK sowie das Lagerverwaltungssystem WAMAS von SSI Schäfer wichtige Eckpfeiler in unserer Systemlandschaft.

Als Sie 1998 bei Coop als Leiter Informatik angefangen haben, dürfte die Coop-IT noch einigermassen überschaubar gewesen sein. Seit damals ist die Komplexität aber ungemein gewachsen, viele Bereiche sind dazugekommen – ich denke etwa an das Online-Geschäft, soziale Medien, Self-Checkout am POS oder Handy-Angebote mit Coop Mobile. Wie behalten Sie hier alles im Griff?
Als ich 1998 angefangen habe, war die Situation recht komplex aufgrund der IT-Systeme der einzelnen – damals noch selbständigen – Coop-Genossenschaften. Nach der Fusion zu einer Genossenschaft und der Einführung von SAP war es einige Jahre sehr überschaubar. Mittlerweile haben wir aufgrund der zahlreichen neuen Themen und Unternehmen wieder an Komplexität zugelegt. Die Hälfte der IT-Mitarbeitenden sind Spezialisten mit grossem Prozess-Know-how in ihrem Fachgebiet. Sie kennen die Geschäftsprozesse sehr gut und sind nahe an unseren Kunden.
 
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