«Die Wichtigkeit der Informatik wurde erkannt»

«Die Wichtigkeit der Informatik wurde erkannt»

12. Juli 2015 - Das Interview führte Michel Vogel

Die Informatik spielt in Spitälern heute eine zentrale Rolle, so auch bei der Solothurner Spitäler AG mit ihren rund 3600 Mitarbeitenden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/07
Elke Albrecht ist seit dem 1. Oktober 2013 Direktorin Informatik der Solothurner Spitäler AG.
(Quelle: Solothurner Spitäler AG)
Swiss IT Magazine: Frau Albrecht, wer oder was ist die Solothurner Spitäler AG?
Elke Albrecht:
Die Solothurner Spitäler AG sind die öffentlich-rechtlichen Spitäler des Kantons Solothurn. Dazu gehören drei grosse Akutspitäler: Das Bürgerspital hier in Solothurn, das Kantonsspital in Olten und das Spital Dornach. Weiter betreiben wir eine Psychiatrische Klinik und verschiedene Ambulatorien, wie zum Beispiel das Gesundheitszentrum in Grenchen oder die Gruppenpraxis Herrenmatt in Däniken. Und wir kooperieren mit anderen Spitälern wie beispielsweise mit dem Inselspital in Bern im Bereich der Radio-Onkologie.


Wie viele Mitarbeitende beschäftigen Sie an all diesen Standorten aktuell?
Wir haben momentan rund 3600 Mitarbeitende. Die Tendenz ist leicht steigend, und zwar sowohl im Kerngeschäft, das heisst den klinischen Bereichen, wie auch in den Querschnittsfunktionen wie der Informatik. Mein Team ist in den letzten anderthalb Jahren, bedingt durch die Fülle an neuen Aufgaben und Dienstleistungen, die wir zu erbringen haben, leicht gewachsen.
Klingt so, als hätte sich die IT der Solothurner Spitäler AG in den vergangenen Monaten stark verändert. Stimmt das? Und falls ja: Inwiefern?
Seit 2013 hat die Informatik Einsitz in der Geschäftsleitung und es wurde die Stelle des CIO geschaffen. Bis dahin war sie organisatorisch bei den Finanzen eingegliedert. Man hat erkannt, wie wichtig die Informatik im Spital ist. Wir sind Partner auf Augenhöhe und Enabler im Kontext der medizinischen Leistungs- und Business-Strategie.

Können Sie uns ein Beispiel geben, wie und wo sie als Enabler auftreten?
Wir sind aktuell daran, in den Kliniken eine neue, digitale Patientenkurve einzuführen. Damit werden zum Beispiel Vitalwerte der Patienten und Verordnungen der Ärzte in Zukunft digital erfasst und die Workflows beziehungsweise Prozess­abläufe zwischen den Ärzten und der Pflege auf diese Weise vereinfacht. Die IT hilft hier, dass einerseits die Sicherheit und die Qualität der Behandlung der Patienten erhöht wird und andererseits die Effizienz und Produktivität im Unternehmen steigt.
 
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