Neue Kundensegmente der Digital-Ära

Neue Kundensegmente der Digital-Ära

10. Mai 2015 - Von Sven Gábor Jánszky

Aktuell vollzieht sich ein grundlegender Wertewandel der Kunden. Dies postuliert Sven Gábor Jánszky, «Deutschlands innovativster Trendforscher», in seiner neuen Analyse.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/05
Sven Gàbor Jánszky: Trendforscher, Redner am Swiss ICT Symposium
(Quelle: 2b AHEAD ThinkTank)
Für Trendforscher gehören alle Branchen mit Endkundenkontakt aktuell zu spannenden Forschungsfeldern, weil sie sich in Zukunft viel stärker wandeln, als andere. Bisher beruhten die Machtverhältnisse auf dem Besitz von Infrastrukturen: Produktion, Logistik und Shops. Gute Produkte, eine effiziente Logistikkette und Verkaufsflächen in den guten Lagen bedeutenden automatisch die Macht über das Geschäft. Doch je mehr Einfluss die neue kostenlose Infrastruktur des Internet gewinnt, sie zum Rückgrat der Kommunikations-, Filter- und Entscheidungsprozesse der Gesellschaft wird, desto mehr verlieren die etablierten Infrastruktureigentümer an Bedeutung!
Selbst 2020 wird es noch nützlich sein, Infrastrukturen zu besitzen. Dies sichert nicht automatisch das Geschäft! Das Verkaufen beruht auch auf der intelligenten Auswertung von Daten. Künftig macht derjenige das Geschäft, der die Macht über die Daten hat.

Deshalb vollzieht sich derzeit ein grundlegender Wertewandel der Kunden: Wem vertrauen die Kunden? Waren es vor einigen Jahren noch Verkäufer und Fachberater, so verschiebt sich das Kundenvertrauen in grossen Segmenten auf digitale Assistenzsysteme.
Das Standard-Segment erodiert (Quelle: 2b AHEAD)
Sven Gàbor Jánszky: Trendforscher, Redner am Swiss ICT Symposium (Quelle: 2b AHEAD ThinkTank)
Sven Gábor Jánszky (Quelle: Swiss ICT )


Das Verschwinden des Standardbereichs


Künftig gibt es nur noch zwei ernst zu nehmende Segmente, den Economy-Bereich und das Premium-Segment. Die sofort sichtbare Auswirkung dieser Entwicklung: Das Standard-Segment erodiert. Es verschwindet nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt. Diesem Trend liegt eine Entwicklung zugrunde, die über das Sichtbare hinausgeht. Bisher funktionierten scheinbar alle Bereiche, von Economy bis Premium, nach der gleichen rationalen Logik: Dem Preis-Qualitäts-Vergleich.
Entsprechend wurden niedrige Preise und geringere Qualität im Economy-Segment verortet, während wir höchste Preise und beste Qualität im Premium-Segment fanden. Logischerweise gab es dazwischen einen grossen Standardbereich mit mittlerem Preis und mittlerer Qualität. Doch dies gilt nicht mehr!
 
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