Fehler beheben, bevor sie auftreten

Fehler beheben, bevor sie auftreten

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/05
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11. Mai 2014 -  Swisspro nutzt Smart Monitoring von Swisscom, um auf Kunden-PCs proaktiv Fehler zu erkennen. Das Tool bringt vor allem in der Diskussion mit dem Kunden Vorteile.
Fehler beheben, bevor sie auftreten
Die Smart-Monitoring-Lösung von Swisscom, die Swisspro einsetzt, liefert eine unglaubliche Menge an Daten von einem PC. Die Kunst besteht darin, diese Daten lesen und interpretieren zu können. Das Werkzeug kann überdies auch zur Inventarisierung verwendet werden. (Quelle: Swisscom)
Das proaktive, frühzeitige Erkennen von PC-Problemen und Störungen hätte wohl schon so manch eine unproduktive Arbeitsstunde verhindert. Denn in vielen Branchen beziehungsweise Jobs ist der Ausfall des Clients gleichbedeutend mit einem Arbeitsausfall, oder wie es Selmon Pajazitaj, ICT System Engineer bei Swisspro, erklärt: «Wenn bei einem Architekten beziehungsweise seinem Zeichner der PC nicht mehr läuft, kann er nach Hause gehen. Denn mit Bleistift und Tinte arbeitet dort niemand mehr.»
Ein Architekt war es denn auch, der vor einigen Monaten an Swiss-pro herangetreten ist mit dem Anliegen, man möge seine Rechner doch proaktiv überwachen. «Wir waren bei diesem Kunden schon länger für den Support verantwortlich. Doch der reaktive Support reichte ihm nicht mehr. Dazu muss man wissen, dass bei diesem Architekten hochwertige Workstations im Einsatz sind, die viel leisten müssen. Und dass ein Ausfall unmittelbar in einem unproduktiven Mitarbeiter mündet.» Entsprechend wollte der Architekt, dass Swisspro die Clients auf Anzeichen von Problemen hin überwacht, um zu reagieren, bevor es zu einem Ausfall kommt. Mit dieser Anfrage konfrontiert, erinnerte man sich bei Swisspro an eine Präsentation, die Swisscom vor rund zwei Jahren gehalten hatte, als ersten Partnern eine neue Lösung gezeigt wurde, die der Telco im letzten Herbst dann unter dem Namen Smart Monitoring einführte.

Mächtiges Tool


Bei Smart Monitoring handelt es sich um eine Softwareplattform, die es einem ICT-Dienstleister oder auch der ICT-Abteilung eines Unternehmens erlauben soll, Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Damit der Dienst funktioniert, muss auf den zu überwachenden Rechnern ein Stück Software – der sogenannte Kollektor – installiert werden, der die PC-Performance-Daten an die Smart-Monitoring-Plattform schickt. Diese Plattform soll dann ein ungewöhnliches Verhalten des Rechners erkennen, damit reagiert werden kann. So kann laut Angaben von Swisscom die PC-Infrastruktur von Firmen eigenständig überwacht werden, und die Anzahl Störungen soll um über ein Drittel reduziert werden können.
Gemäss Selmon Pajazitaj ist man bei Swisspro mit Smart Monitoring selbst noch in der Testphase. Man nutze das Tool aktuell beim erwähnten Architekten sowie noch bei einem grösseren Kunden und sammle Erfahrungen. «Sicher ist aber: Das Werkzeug ist sehr mächtig, die Informationen, die man auslesen kann, erschlagen einen schier», so Pajazitaj. Es gäbe kaum etwas, das dem Kollektor verborgen bleibe. Übermittelt würden etwa alle Daten der PC-eigenen Sensoren, dann aber auch der Netzwerk-Traffic oder sämtliche Logs des Betriebssystems. Zum Glück gebe es Filter, um all die Informationen zu ordnen.
Das Ausrollen der Client-Software auf die zu überwachenden Rechner sei derweil ein Kinderspiel. Ein Doppelklick auf eine Datei, die via Mail verschickt werden kann, reiche, und zwei Sekunden später laufe der Kollektor. Der Anwender merke davon nichts, und auch das Netzwerk werde nicht belastet. Die Informationen, die der Kollektor sendet, werden von Swisscom-Servern abgeholt und dann dem Support-Dienstleister zur Analyse im sogenannten Finder – einer Windows-Applikation, die beim Dienstleister lokal installiert wird – bereitgestellt.
 
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