Die Wahl der richtigen IP-PBX

Die Wahl der richtigen IP-PBX

1. Februar 2013 - Von Sascha Kruszka

Wer sich mit der Anschaffung einer IP-Telefonanlage auseinandersetzt, muss einiges beachten. Funktionen und Leistungsumfang unterscheiden sich zum Teil stark.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/01
Die Zahl der Firmen, die auf VoIP umsteigen, steigt stetig. So verzeichnete die SIP-Branche im vergangenen Jahr ein Wachstum von über 25 Prozent, auch in der Schweiz. Angesichts der ständig wachsenden Vielfalt der VoIP-Geräte und Lösungen verliert der Anwender allerdings leicht den Überblick. Funktionen und Leistungsumfang einer IP-Telefonanlage (IP-PBX) können stark variieren. Während sich einige Hersteller auf lokale Telefonanlagen spezialisiert haben, bieten andere auch gehostete Lösungen an. Einige IP-PBX unterstützen praktische Sonderfunktionen, wie etwa den Anschluss IP-basierter Türsprechanlagen und Kameras, oder sind besonders ausfall- und abhörsicher. Bei anderen Anbietern gehören diese Funktionen nicht zum Leistungsumfang, sie punkten aber mit einfacher Konfiguration oder hoher Investionssicherheit. Wer die Anschaffung einer IP-PBX plant, sollte daher genau überlegen, worauf es ankommt.

Bedarfsgerechte Lösung

Ein Hauptargument für VoIP ist, dass eine IP-PBX günstiger als ein klassisches Telefoniesystem ist und direkt in die IT-Infrastruktur integriert wird. Die Kompatibilität und Interoperabilität einer IP-PBX sind daher sehr wichtig. Mit einer Anlage, die nicht an teure Systemtelefone gebunden ist, bleiben Anwender flexibel. Auch sollte die IP-PBX mit IP-Telefonen verschiedener Anbieter funktionieren. Ein modulares System ermöglicht es, die Anlage bedarfsgerecht zusammenzustellen und zu erweitern. Entscheidend sind auch die Funktionalitäten: Geräte per Plug-and-play anschliessen, Sammelanschlüsse und Anrufumleitungen einrichten, Anrufe weiterleiten, Anklopfen, Konferenzen einrichten oder paralleles Klingeln auf IP-Telefon und Mobilgerät. Bei der Benutzer-, Rechte- und Ressourcenverwaltung hilft das Provisioning: Installation, Konfiguration, Nebenstellenanbindung und Updates erledigen Administratoren über den Webbrowser. Komfortabel ist auch das «Hot Desking»: Der Nutzer kann sich an verschiedenen Arbeitsplätzen anmelden, und das Telefon konfiguriert sich automatisch, so dass er unter seiner Rufnummer erreichbar ist und Zugriff auf persönliche Einstellungen hat. Am besten lassen sich diese Funktionen mit IP-Tischtelefonen nutzen. Ihr Vorteil gegenüber Softphones: Nutzer schätzen die gewohnte und leicht bedienbare Hardware. Ausserdem funktionieren sie, anders als Softphones, auch bei ausgeschaltetem PC.
 
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