Seitenblick: Vom PC ist nur der Bildschirm geblieben

Seitenblick: Vom PC ist nur der Bildschirm geblieben

1. Februar 2013 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/01
Dr. Thomas Flatt ist Präsident SwissICT und CEO/Delegierter des Verwaltungsrates Abraxas AG (Quelle: Swiss ICT Magazin)
Ein leichtes und sofort einsatzbreites SSD-Notebook, ein handliches Mini-Tablet, ein Smartphone und ein grosser Bildschirm: Der Blick auf und unter meinen Schreibtisch ist quasi ein Rückblick auf das ICT-Jahr 2012. Vom bis vor kurzem noch unentbehrlichen Desktop ist nur der Bildschirm geblieben. Statt einem Arbeitsplatzrechner unter dem Pult nutze ich je nach Aufgabe das passende mobile Werkzeug. Den Datenabgleich besorgt die Cloud automatisch.
Die Geschwindigkeit, mit der mobile Technologien im Geschäftsleben Einzug gehalten haben, ist atemberaubend. Auch der Sanitärhandwerker dokumentiert heute den Leitungsschaden per iPhone und bearbeitet seine Aufträge auf einem Tablet. Diese ungeheure Dynamik wälzt unsere ganze Branche um. Mit Apple wurde der Katalysator der mobilen Revolution zwischenzeitlich zum wertvollsten Unternehmen der Welt und bereits hat die koreanische Samsung dem US-Konzern die mobile Vormachtstellung wieder entrissen. Selbst die PC-Betriebssystem-Dominatorin Microsoft sieht sich gezwungen, mit Windows 8 den Desktop den mobilen Clients unterzuordnen, schliesslich gibt es bereits mehr mobile Internet-Zugangsgeräte als stationäre.

Für Schweizer ICT-Anbieter eröffnen diese Umwälzungen neue Chancen, denn die Entwicklung von perfekt passenden Mobile-Apps bedingt Kundennähe. Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, benötigt die Schweiz aber vor allem auch motivierte Nachwuchsinformatiker. Bleibt zu hoffen, dass die Schlagzeilen um Entlassungen bei den Grossbanken die Jungen nicht wieder in ihrer Zukunftsentscheidung verunsichern, wie dies beim Platzen der Internet-Bubble vor 10 Jahren zu beobachten war. Es liegt gerade auch an uns als Insider, den Jugendlichen und vor allem auch ihren Eltern aufzuzeigen, dass Informatik Zukunft hat.
Dass unsere Botschaften öffentlich wahrgenommen werden, hängt nicht zuletzt von einer gemeinsamen Stimme der ganzen Branche ab. Die neu geschaffene Möglichkeit von Direktmitgliedschaften im Dachverband ICTswitzerland ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Auch wenn sich das Verbandswesen nicht so atemberaubend schnell entwickelt wie die Technologie – so geht es kontinuierlich vorwärts: So bietet swissICT nun ein neues Corporate Design und v.a. eine verbesserte Kommunikation mit Mitgliedern und der Öffentlichkeit. Für die ICT, für die Fachkräfte von heute und morgen.

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