SQL Server 2012 - die Datenexplosion im Griff

SQL Server 2012 - die Datenexplosion im Griff

7. Mai 2012 - Von Urs Bertschy

Hochverfügbarkeit, neue Technologien für die Verarbeitung grosser Datenmengen, eine neue Entwicklungsumgebung und bessere BI stecken im neuen Datenbankserver.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/05
Seit April ist mit dem SQL Server 2012 Microsofts neuester Datenbankserver auf dem Markt verfügbar. Das bislang auch unter dem Codename «Denali» bekannte Datenbanksystem bringt einige gewichtige Neuerungen, die insbesondere den Betrieb von hochverfügbaren, verteilten Installationen betreffen, aber den Unternehmen auch dabei helfen sollen, der explosionsartig wachsenden Datenflut Herr zu werden. Um mit den immer grösser werdenden Datenmengen klar zu kommen, werden bei der 2012er-Ausgabe des Datenbankservers nicht nur eine neue Spalten-basierte Indexing-Technologie und eine In-Memory-Kompressionstechnik, sondern auch neue BI-Funktionen eingeführt, die Endanwendern einen umfassenderen Einblick in das vorhandene Datenmaterial ermöglichen sollen. Datenbankentwicklern spendiert Microsoft eine neue, auf Visual Studio basierende Programmierumgebung, die sowohl Online- als auch die Offline-Entwicklung unterstützt.
Mit Filetable lassen sich Verzeichnisse mit einer SQL Server-Tabelle verknüpfen, so dass darin abgelegte Dateien direkt in der Datenbank gespeichert werden.
Mit Powerview können dem Anwender interaktive und ansprechend gestaltete Reports zur Verfügung gestellt werden.
Die neue Entwicklungsumgebung bietet Support für Offline-Entwicklung und erlaubt es, Datenbankschemas deklarativ, in Form von T-SQL-Statements zu formulieren.


Hochverfügbarkeit mit Always On

Hohe Verfügbarkeit gehört zu den wichtigsten Eigenschaften von Datenbanksystemen, bilden sie doch das Rückgrad praktisch aller geschäftskritischen Anwendungen im Business. Es erstaunt daher nicht, dass Microsoft die Ausfallsicherheit seines Datenbankservers weiter vorantreibt.
In den Vorgängerversionen des SQL Servers standen Firmen mit Failover Clustering, Database Mirroring oder Log Shipping gleich eine ganze Reihe von Technologien zur Verfügung, mit deren Hilfe sich die Ausfallsicherheit erhöhen liess. Jede dieser Technologien brachte allerdings ihre Vor- und Nachteile mit sich, so dass man je nach Bedarf gezwungen war, zwei oder mehrere dieser Verfahren miteinander zu kombinieren. Mit SQL Server 2012 führt Microsoft nun eine einheitliche Hochverfügbarkeitstechnologie mit der Bezeichnung Always On ein, welche die bisherigen Technologien zusammenfasst, und den Aufbau von ausfallsicheren Systemen vereinfacht.
 
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