Skandal: Schweizer Adresshändler kauft Kundendaten von Bwin
Quelle: Bwin

Skandal: Schweizer Adresshändler kauft Kundendaten von Bwin

Die Adressen von Zehntausenden von Bwin-Nutzern werden aktuell zum Kauf angeboten. Gekauft hat die Daten ein Schweizer Adresshändler – von Bwin.
26. September 2011

     

"Schurkenstück beim Wettriesen Bwin" schreibt die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). Gemäss dem Bericht hat der Schweizer Adresshändler Hermes Direkt Zehntausende Adressen von Bwin-Kunden gekauft und bietet diese nun zum Verkauf an – inklusive Telefonnummern. Die Adressen würden in der Lotto- und Glücksspielszene zum Kauf feilgeboten, heisst es.

Gemäss Bericht habe Hermes Direkt die Adressen Lottoläden im Ruhrgebiet angeboten und geprahlt, Zehntausende Adressen zu besitzen. Die Mietpreise für ein Postmail betragen demnach 170 Euro für 1000 Postmailings und 700 Euro für Aktionen mit "aktuellen Telefonnummern".
Gemäss Bwin sei man bei der Herausgabe der Adressen getäuscht worden. Die Erklärung der Täuschung hat aber einen fahlen Beigeschmack. Der Geschäftsführer von Hermes Direkt habe bei Bwin mehrmals nach echt gelaufenen Briefumschlägen und Postkarten gefragt mit der Begründung, man sammle Briefmarken. Ein Bwin-Mitarbeiter mit einem Herz für Briefmarkensammler habe dann die Couverts mit den Adressen herausgegeben. Die genaue Anzahl sei nicht bekannt, die WAZ spricht aber von 110'000 Adressen. Hermes Direkt hingegen widerspricht dem Vortäuschen von falschen Tatsachen – man habe die Adressen rechtmässig gekauft. (mw)


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