Consumerization bringt den Wandel von aussen

Consumerization bringt den Wandel von aussen

7. Juli 2011 - Privat gekaufte Geräte wie Smartphones sowie soziale Medien werden immer häufiger auch für Geschäftszwecke gebraucht. Die Unternehmen müssen sich dafür rüsten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/07
Von Christophe Monnin

Die Computerindustrie ist immer wieder für neue Wortschöpfungen gut. Ein Beispiel dafür ist der englische Zungenbrecher «Consumerization». Er beschreibt kurz und knapp einen vielfach zu beobachtenden Trend, nämlich das Vordringen privat genutzter mobiler Endgeräte und Webanwendungen in die Unternehmen. Das Entscheidende daran: Die Grenzen beim Einsatz von Consumer- und Business-Produkten verschwimmen. Zunächst einmal umfasst Consumerization zwei grosse Bereiche: erstens die Verwendung privater Hardware wie Smartphones, Tablets, Netbooks oder Notebooks für berufliche Zwecke. Dazu kommt zweitens die Nutzung webbasierter Applikationen sowie sozialer Medien, angefangen von Skype über Twitter bis zu Facebook und Youtube. Die Folge: eine Vielzahl von Endgeräten und Applikationen, die an der IT-Abteilung vorbei ins Unternehmen kommen – vorausgesetzt, sie lassen all das zu. Dies ist bislang aber eher die Ausnahme.

Unbedarfter Umgang

Vielmehr sehen sich IT-Organisationen und Unternehmen bislang bei der Consumerization meist in der Defensive, denn sie haben keinen Plan, wie mit diesem Trend umzugehen ist. Ein generelles Verbot privater mobiler Endgeräte ist keine dauerhafte Lösung. Aber auch Ignorieren ist keine Option. Consumerization ist ein unumkehrbarer Trend, und die Verbreitung von privat erworbenen Geräten im Unternehmen sowie die gemischte Nutzung für private und berufliche Zwecke werden eher zunehmen. Wer hier zu spät oder falsch reagiert, verpasst Chancen zur Innovation.
Es besteht kein Zweifel daran, dass die Unternehmen aus unterschiedlichen Richtungen in Zugzwang geraten. Viele Beschäftigte erwarten schlichtweg, dass sie die Geräte und Applikationen, die sie privat nutzen, auch während der Arbeitszeit einsetzen können. Die Geräte sind moderner und ergonomischer als die oft veraltete Ausstattung in den Büros. Bei Vorstellungsgesprächen taucht immer wieder die Frage auf, wie es mit der Nutzung von eigenen Smartphones oder Tablets am Arbeitsplatz aussieht. Gerade wer neue Mitarbeiter gewinnen will, muss ihnen attraktive Arbeitsplätze und die Möglichkeit der Nutzung eigener mobiler Endgeräte bieten.
 
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